Gemeinde Hankensbüttel: Bürgermeister Martin Rausch verspricht sich „enorme Belebung“ / Dorferneuerung großes Thema in 2015

Impulse durch „vernünftigen Ortskern“

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Eine Hauptbaustelle in Hankensbüttel wird im Jahr 2015 der Ortskern sein: Der neue Aldi-Markt soll für Belebung sorgen.

Hankensbüttel. „2013 war ein gutes Jahr für die Gemeinde Hankensbüttel“, blickt Bürgermeister Martin Rausch zufrieden zurück. Die Finanzsituation der Gemeinde habe sich verbessert und sei dadurch entspannter. Der Grund seien Mehreinnahmen, etwa bei den Steuern.

Trotzdem sei die Gemeinde noch verschuldet.

Positiv bewertet Rausch aus Sicht der Gemeinde die Erweiterung von Lorenz Bahlsen Snack-World: „Wir haben unsere Interessen formuliert.“ Wenn solch ein wichtiges Unternehmen sage, dass es vor Ort bleibe, sage man als Gemeinde natürlich nicht gleich Nein, sondern arbeite mit viel Kraft und Zeit an einer gemeinsamen Lösung. „Wir können auf Lorenz nicht verzichten. Ich bin froh, dass wir sehen, dass die Umsetzung funktioniert hat. Wir mussten hart dafür arbeiten.“ So würde der Ort klar gestärkt und Arbeitsplätze geschaffen. „Das ist eine wichtige Einnahmequelle für uns.

Otter-Zentrum als Thema

Martin Rausch

Mit Blick auf das Jahr 2015 sagt Rausch, dass noch vieles in der Warteschleife sei. Ein Thema werde sicherlich das Otter-Zentrum bleiben, das sich erweitern möchte (das IK berichtetete). „Eines der Hauptarbeitsfelder und Hauptbaustelle ist auch in 2015 der Ortskern.“ Er sei in Gesprächen. Wenn nichts Gravierendes passiere, werde Aldi mit der Errichtung des neuen Marktes schneller sein als die Gemeinde bei der Gestaltung der benachbarten Fläche an der Kirche.

Die letzten Hürden beim Antragsverfahren für den neuen Aldi-Markt seien jetzt hoffentlich genommen, sagt Rausch. Nun gelte es, abzuwarten, wann es losgehe. Die milde Witterung spiele dem Projekt in die Karten. „Das Thema hat mich jetzt drei Jahre durchgehend begleitet“, sagt Rausch über die Ansiedlung eines Marktes in der Ortsmitte. Das gescheiterte Norma-Vorhaben sei „stark frustrierend“ gewesen. „Mit Aldi als verlässlichem Partner hingegen haben die Planungen viel Spaß gemacht.“

„Enorme Belebung“

Durch den Aldi-Markt verspricht sich Rausch für örtliche Verhältnisse eine „enorme Belebung“ für den Ortskern. Er hoffe, dass man über die Grenzen Hankensbüttels hinaus ein vorzeigbares Projekt habe. Daher verspricht er sich für die Kommune und die Kirche, dass Fördergeldgeber, etwa bei den Förderprogrammen „Dorferneuerung“ sowie „Kleinere Städte und Gemeinden“, dies sehen und anerkennen. „Unsere Perspektiven werden in diesem Projekt verdeutlicht. Wir wollen die Entwicklungschancen und Potenziale im Ort nutzen.“

In diesem Zusammenhang ist auch das Ausweisen der Baugebiete in Hankensbüttel („Lehmkuhlenweg“) und Emmen („Am Berge“) zu sehen. „Da müssen wir ran. Die Maße wurde mit gutem Gewissen gewählt“, sagt Rausch, der hofft, dass am Lehmkuhlenweg im Spätsommer losgelegt werden kann.

Gegen Werben Wolfsburgs

„Durch einen vernünftigen Ortskern senden wir Signale aus. Wir werden uns nicht kampflos dem Werben Wolfsburgs um Einwohner geschlagen geben“, betont Rausch. In Hankensbüttel sei alles, was man brauche, vor Ort. Nun gelte es, Impulse zu setzen, dass es so funktionieren könne.

Wenn der Wasserverband Gifhorn bei der Sanierung des maroden Kanalnetzes in Hankensbüttel Straßen wie die Feld- oder die Bergstraße anfasst, wird auch die Gemeinde genau hinsehen, wo sie aktiv werden kann. Das gilt laut Rausch auch für die Ostpreußenstraße: „Da müssen wir dran.“

Neben den Gemeindestraßen sollen auch die Wirtschaftswege im Blick behalten werden. Eventuell müssten Maßnahmen aber auch verschoben werden, da das Vorhaben im Ortskern alleroberste Priorität habe.

2015 steht auch die Dorferneuerung im Mittelpunkt. Noch unklar sei, ob es beim LROP in diesem Jahr Neues in Sachen Windenergie gebe. Hankensbüttel wolle weiter eine offene und tolerante Gemeinde sein und bei der Integration Hilfestellung geben.

Kulturelle Highlights sind laut Rausch neben dem Gegenbesuch durch die französischen Freunde aus Hankensbüttels Partnerstadt Le Mesnil im Mai („Das wird ein fröhliches Fest“) das Heidmärkerfest am ersten Augustwochenende, das nach dem Unfall beim Sofa-Rennen in 2013 etwas reformiert werden soll.

Laut Rausch sind alle Vereine, Verbände und Privatleute aufgerufen, sich in den Arbeitsgruppen miteinzubringen. Das Motto soll sich neben dem Heidmärkerfest an sich auch um die Dorferneuerung drehen. Interessierte wenden sich an Ira Tolstichin oder Rausch.

Von Paul Gerlach

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