Dorfentwicklung trotz knapper Kasse

IK-Ausblick 2019: Gemeinde Sprakensehl will Planungen für Masel vorantreiben

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Bei der Maseler Dorfstraße soll der Straßenraum teilweise erneuert werden. Das gilt auch für die Tweete im Ort. Eine Umsetzung noch in 2019 ist aber fraglich. 

Gemeinde Sprakensehl – „Man gewöhnt sich nicht daran“, hält die Sprakensehler Bürgermeisterin Christiane Fromhagen fest. Auch in 2019 hatte die Kommune bereits zum 1. Januar gut 1000 Euro mehr Ausgaben als Einnahmen und startete demnach bereits verschuldet in das neue Jahr.

Lediglich durch den internen Finanzausgleich innerhalb der Samtgemeinde sei dieser Umstand geglättet worden. „Wir können uns nicht bewegen.“ Nichtsdestotrotz sollen in diesem Jahr einige Projekte angegangen werden.

Dorfentwicklung: Natürlich kommt für die Gemeinde dabei nur eine Finanzierung über Kredite in Frage, betont Fromhagen. Es handele sich um „absolut wichtige Infrastrukturmaßnahmen“, bei denen es hohe Förderungen gebe. So hatte die Gemeinde Förderanträge für die Teilerneuerung der Straßenräume Maseler Dorfstraße und Tweete in Masel sowie für die Sanierung des bestehenden Fußweges am Sprakensehler Dorfteich gestellt. Ursprünglich hieß es, dass Sprakensehl als steuerschwache Kommune mit einer 90-prozentigen Förderung rechnen könne (das IK berichtete). Doch Fromhagen erhielt vor einem Monat die niederschmetternde Nachricht, dass die vom Amt für regionale Landesentwicklung in Aussicht gestellten 90-prozentige Förderung letztendlich doch nicht genehmigt wurde. Somit gehe es „nur“ um 73 Prozent.

Christiane Fromhagen, Bürgermeisterin

„Ich weiß noch nicht, was das für uns heißt“, sagt Fromhagen. So viel ist klar: Angesichts von 623.000 Euro Gesamtkosten bei den Maseler Maßnahmen wird die Förderung statt 560.000 jetzt 454.790 Euro betragen. Für die Anlieger verbleiben statt 36 700 Euro nun Beiträge in Höhe von insgesamt etwa 100.000 Euro. Für die Gemeinde beträgt der Eigenanteil auf einmal gut 67.000 Euro anstelle von 25.200 Euro. „Für mich heißt das, wir müssen bei der Planung beim Drumherum streichen“, sagt Fromhagen. Der Förderbescheid liege noch nicht vor, er soll im April eintreffen. Dementsprechend müsse man schauen, was man streichen könne, ohne die Förderung zu gefährden.

All dies führt dazu, dass laut Planer Volker Warnecke eine Umsetzung in 2020 angezeigt ist, so Fromhagen. „Denn im November braucht man nicht mehr anzufangen.“ Wenn in Masel am Ende dann alles schick sei, „wäre das toll“, findet die Bürgermeisterin.

Beleuchtung in Bokel: In Bokel, dem letzten noch fehlenden Ortsteil, wird die Straßenbeleuchtung in diesem Jahr auf LED umgestellt. Durch die Kommunale Klimaschutzgesellschaft Landkreis Uelzen gibt es eine 90-prozentige Förderung, sodass die Gemeinde ihre bei der SVO schon gezahlten Beiträge wiederbekommt. „Das ist eine feine Sache“, sagt Fromhagen.

VON PAUL GERLACH

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