„Hohe Summen sind im Spiel“

Glasfasernetz im Kreis: Hankensbütteler Rathaus-Chef Taebel wirbt bei Bürgern für Anschluss

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Der Landkreis Gifhorn will ein Glasfasernetz aufbauen. Dafür ist aber in den so genannten Weißen Flecken in den Gemeinden eine Mindestanschlussquote von 40 Prozent unbedingt notwendig, betont Hankensbüttels Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel.

Samtgemeinde Hankensbüttel. Beim Breitband-Ausbau durch den Landkreis Gifhorn (das IK berichtete) betont Hankensbüttels Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel eine wichtige Voraussetzung:

Die Mindestanschlussquote in den so genannten Weißen Flecken in den Gemeinden beträgt 40 Prozent. Weiße Flecken sind Gebiete mit einer Übertragungsrate von weniger als 30 Mbit/s. „Wir brauchen die 40 Prozent“, sagt Taebel. Wenn diese nämlich nicht erreicht würden, sei das ganze Projekt gefährdet. Von den acht Interessenten für den Betrieb des Netzes in der ersten Runde seien in der gerade laufenden zweiten Runde noch fünf übrig geblieben. „Im Februar erfolgt die Vergabe“, erklärt Taebel den Zeitplan des Kreises. Ein Zuschlag soll am 14. Februar erteilt werden.

Der Hankensbütteler Rathaus-Chef hob bei der Sitzung des Steinhorster Rates Mitte Dezember die Zahl der acht Interessenten hervor, obwohl die Fläche ja so groß sei und der Betrieb des Netzes daher ja als wirtschaftlich nicht so interessant gelte. „Es werden hohe Summen ins Spiel gebracht“, so Taebel.

Mit Blick auf die 40-Prozent-Quote hat es laut Taebel Befürchtungen gegeben, weil die Telekom bei der Umstellung auf IP-Telefonie dazwischenfunke. Doch genau dafür seien vom Landkreis Zeiträume vereinbart worden. Die Empfehlung laute, den Vertrag mit der Telekom abzuschließen oder zu verlängern und dann nach Ende der Vertragslaufzeit zum neuen Anbieter, dem Betreiber des dann ausgebauten Breitbandnetzes, zu wechseln. „Die Bürger sollten aber trotzdem bei der Interessenbekundung für den Anschluss beim Ausbauvorhaben des Kreises unterschreiben. Das ist wichtig und elementar für uns – ganz egal, wie lange der Telekomvertrag läuft“, betonte Taebel. Die 40 Prozent wolle man in Etappen erreichen.

In diesem Herbst soll der Spatenstich für das neue Glasfasernetz erfolgen, 2019 die Inbetriebnahme. Der Preiswettbewerb bis zur Auswahl des neuen Betreibers, so Taebel, komme den Anschlussnehmern zugute.

Von Paul Gerlach

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