Verbesserung an Hankensbütteler Straße für Gehbehinderte, Fußgänger und Radler als Ziel

Historisches Bauernende: Gehweg soll her

Das Bauernende – Hankensbüttels einzige historische Straße – soll mit einem Gehweg versehen werden, wenn es nach dem Willen des Verkehrsausschusses geht. Das historische Straßenbild soll hierdurch nicht zerstört werden.
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Das Bauernende – Hankensbüttels einzige historische Straße – soll mit einem Gehweg versehen werden, wenn es nach dem Willen des Verkehrsausschusses geht. Das historische Straßenbild soll hierdurch nicht zerstört werden.

Hankensbüttel – Das Bauernende als einzige historische Straße Hankensbüttels soll einen Gehweg bekommen – im Sinne der Gehbehinderten, Fußgänger und Radler. Dies hat jetzt der Verkehrsausschuss der Gemeinde einstimmig dem Rat empfohlen.

Vorgesehen ist ein ein Meter breiter Streifen glattes Pflaster in Herbstlaub-Optik.

Genau diese Vorgehensweise hatte eine Groß Oesinger Fachfirma den Ausschussmitgliedern zuvor bei einem Vor-Ort-Termin ans Herz gelegt. Die geschätzten Bruttokosten für die 130 Meter von der Uelzener Straße hoch liegen bei knapp 20 000 Euro. Anwohner der Straße hatten bei der Kommune einen Gehweg auf der Westseite auf der gesamten Länge von der Uelzener Straße bis zur Bergstraße beantragt.

Im Dorfgutachten wird die Straße als eine reine Anliegerstraße bezeichnet. Gerade als es um eine Sanierung der Straße ging, kam laut Verwaltung von den Anliegern zu Recht der Einwand, dass diese dann auch von Schwerlastverkehr und Durchgangsverkehr zu den Wohngebieten genutzt werden würde.

Dieter Krzykowski von der Verwaltung betonte daher denn auch bei der Sitzung, dass ein Ausbau der Straße ihm Bauchschmerzen bereiten würde. Sein Eindruck: Die Straße werde momentan so gut wie gar nicht von Fahrrad- oder Inliner-Fahrern genutzt. Das Bauernende sei eine Straße mit deutlichem Gefälle: Nach einem Ausbau würden die Radler und Inline-Fahrer daher mit hoher Geschwindigkeit auf die Uelzener Straße treffen, die man zudem nicht richtig einsehen könne. Er habe sich drei Tage mal an das Bauernende gestellt und habe einen Fußgänger und zwölf Radler dort gezählt. Der Rest seien Autos gewesen – von Anliegern, wie Krzykowski betonte. „Ein Ausbau würde für einen Anlieger gemacht. Ich weiß nicht, ob wir da einen Präzedenzfall schaffen.“

Auch in der Politik geht der Wille in Richtung einer kleineren Lösung. „Ich bin für einen Gehweg“, unterstrich Ratsfrau Elisabeth van Werde. In dem Bereich würden viele Gehbehinderte wohnen. Dass im Bauernende momentan wenige Leute unterwegs seien, liege eben genau darin begründet, dass man dort schlecht gehen könne.

Dass etwas getan werden müsse, sah Claudia Schulze (CDU) ebenfalls so. Auch wenn ihr das mit Blick auf die „historische und wunderschöne“ Straße in der Seele weh täte. Im Bauernende komme man nicht mit dem Fahrrad, dem Roller, dem Kinderwagen und auch nicht mit Damenschuhen entlang. „Nur mit breiter Sohle.“ Schulze ist überzeugt: Wenn an der Straße etwas gemacht worden ist, werde sie auch wieder mehr genutzt. Denn dies sei der kürzeste Weg Richtung Friedhof.

Ingrid Wrede (FDP) ist auch für den Gehweg. „Da kann man nicht normal gehen. Das ist eine Zumutung.“ Selbst in der Bergstraße sei es für Fußgänger auch schon schwer, ergänzte Dirk Niebuhr (CDU). Seine Beobachtung, da er in der Nähe wohnt: Das Bauernende wird viel genutzt. „Selbst Kinder mit kleinen Füßen haben da Probleme.“

Reinhard Weißmann (WIH) drückte auch seine Zustimmung für das Gehweg-Vorhaben aus. Das Bauernende habe vergleichsweise wenige Nutzer. „Wir müssen etwas für die Gehbehinderten, Fußgänger und Radfahrer tun.“

Bürgermeister Dirk Köllner gab zu verstehen, dass er mit dem Gehweg im Bauernende leben könne. Der Vorschlag der Fachfirma habe annehmbar geklungen – insbesondere mit Blick auf das historische Straßenbild. VON PAUL GERLACH

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