„Das ist eine Gefahr“

Ab heute werden in Hankensbüttel und Isenhagen tote Bäume gefällt

+
Georg Deeken vom Forstamt Unterlüß zeigt auf erkrankte oder abgestorbene Bäume, die bei der morgen beginnenden Maßnahme entnommen werden müssen.

Hankensbüttel/Isenhagen – Trockenheit, Krankheiten und Stürme: Die Bäume bei Hankensbüttel und Isenhagen haben ganz schön was mitgemacht in den vergangenen Jahren. Einige Bäume haben dies aber nicht überstanden und sind abgestorben.

An den Straßen und Wegen werden sie zu einer Gefahr für Spaziergänger, Radfahrer oder auch Autofahrer. Daher ergreift das Forstamt Unterlüß zusammen mit der Gemeinde Hankensbüttel ab heute verkehrssichernde Maßnahmen.

„Wir entnehmen bereits abgestorbene oder stark erkrankte Bäume aus dem Bestand“, erklärte Georg Deeken, Betriebsdezernent beim Forstamt Unterlüß im IK-Gespräch. Die Bäume wurden bereits gründlich untersucht. Bei der Aktion werden ausschließlich Bäume am Waldrand entnommen, wie Deeken betonte. „Ein toter Baum mitten im Wald stört uns überhaupt nicht“, ergänzte Knut Sierk, Pressesprecher der Landesforsten. „Im Gegenteil: Das sind wichtige Habitate für Insekten.“ Aber an Straßen und Wegen sei das Risiko eines Unfalls zu groß. „Das ist eine Gefahr, um die müssen wir uns kümmern.“

Die Maßnahme soll am Donnerstag und am Freitag erfolgen. „Begonnen wird an der Straße zwischen Emmen und Wunderbüttel, Beeinträchtigungen sind da aber nicht zu erwarten“, erklärte Deeken. Zwischen Isenhagen und dem Otter-Zentrum werde die Sudendorfallee kurzfristig gesperrt, wenn es für die Arbeiten vonnöten sei. „Wichtig ist, dass in der Straße Am Hagen keine Autos parken“, betonte Deeken. Die Anwohner seien auch bereits mit einer Hauswurfsendung informiert worden, wie sein Mitarbeiter Joschka Henne-Wellern erklärte. Im Februar soll der zweite Teil der Maßnahme erfolgen.

Insgesamt werden 50 bis 60 kleinere und 30 bis 40 größere Bäume den Wäldern um den Isenhagener See entnommen. Unterm Strich werden etwa drei Festmeter Holz pro Hektar gefällt. „Das natürliche Wachstum beträgt jährlich etwa sieben bis acht Festmeter pro Hektar“, führte Deeken aus. „Von Raubbau kann da keine Rede sein.“ Es werde sich überwiegend um faules Holz handeln. Dennoch dürfte aus den Spitzen etwas Brennholz abfallen.

„Dies ist eines unserer schönsten Waldgebiete“, sagte Deeken überzeugt. „Und es ist uns auch bewusst, dass es ein Erholungswald ist. Er soll auch weiterhin vielseitig bleiben. Aber die Bäume, die eine Gefahr für Menschen darstellen, müssen wir entnehmen.“

VON DENNIS KLÜTING

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare