Nordzucker, Anbauer und Aktionäre mit Rübenkampagne 2011/12 sehr zufrieden

„Herausragendes Ergebnis“

Einen Ertrag von 12,6 Tonnen je Hektar haben die Landwirte im Gifhorner Nordkreis in der zurückliegenden Kampagne erzielt – zehn Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen Jahre.
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Einen Ertrag von 12,6 Tonnen je Hektar haben die Landwirte im Gifhorner Nordkreis in der zurückliegenden Kampagne erzielt – zehn Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Emmen/Braunschweig. Auf der Winterversammlung der Nordzucker AG und des Rübenanbauer- und Aktionärsverband Nord haben die Vertreter der Unternehmenszentrale und des Rübenbüros Uelzen gestern in Emmen eine durchweg positive Bilanz der abgeschlossenen Kampagne 2011/12 gezogen.

„Wir haben die Chancen am Markt konsequent genutzt und insbesondere deshalb in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein sehr gutes, ja ein herausragendes Ergebnis erzielt“, sagte Dr. Klaus Schumacher, Leiter „Economics, Public Affair und Communications“ bei Nordzucker.

Nordzucker-Manager Dr. Klaus Schumacher (rechts) berichtete der Versammlung über eine erfolgreiche Kampagne.

Während der Rübenkampagne 2011/12 wurden im Bereich der deutschen Werke im Schnitt 13 Tonnen Zucker pro Hektar erzeugt. „Ein Drittel unserer Anbauer erzielten sogar 15 Tonnen je Hektar, und die ersten haben bereits 20 Tonnen pro Hektar geerntet“, berichtete Schumacher. Das seien eindrucksvolle Leistungen. „Und sie zeigen, dass wir mit unserem Projekt 20-20-20 auf dem richtigen Weg sind“, fügte Dr. Andreas Windt, Manager für Anbauberatung, hinzu. Das angestrebtes Ziel des Projekts sei, im Jahr 2020 mit den 20 Prozent der ertragsstärksten Betriebe nachhaltig die 20-Tonnen-Marke zu erreichen. Mit Blick auf den zukünftigen Zuckerverbrauch und die Wettbewerbsstärke sei die Ertragssteigerung auf 20 Tonnen unbedingt notwenig, erläuterte Windt.

Mit Blick auf den Welt- und europäischen Zuckermarkt stellte Windt fest, dass Zucker weiter gefragt bleiben werde. Er appellierte an die Landwirte, die Anbauflächen für Rüben nicht zu verringern. „Die Rübe ist die wettbewerbsfähigste Kultur, denn sie bringt hohe Erträge bei guten Preisen“, sagte Windt.

Bei der gerade abgeschlossenen Kampagne konnten dank der verbesserten Leistung der Anlagen alle Werke früher als ursprünglich geplant die Rüben verarbeiten, berichtete Georg Sander, Rübenmanager der Uelzener Zuckerfabrik. „Das lag nicht nur am guten Wetter, sonders vor allem auch an der hervorragenden Planung und Durchführung“, hob er hervor.

Auch aus Sicht des Rübenanbauer- und Aktionärsverbandes Nord war die zurückliegende Kampagne sehr erfolgreich. „Die Anbaubedingungen der Zuckerrüben waren von der Saat bis zur Ernte ungewöhnlich günstig“, sagte Geschäftsführer Stefan Büsching. Im Gifhorner Nordkreis hätten die Landwirte einen Zuckerertrag von 12,6 Tonnen je Hektar erzielt. Dieser liege um rund zehn Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre und sei durch die frühe Aussaat der Rüben, den feuchten Sommer und den trockenen Herbst mit vielen Sonnenstunden zu erklären.

An die Nordzucker AG richtete Jordan die Forderung, dass die Zuckerfabriken ihre täglichen Verarbeitungsmengen auch künftig auf dem hohen Niveau von 2011 stabilisieren oder sogar steigern müssten. „Wir haben in der Kampagne 2011 bereits einen Fortschritt in der täglichen Rübenverarbeitung bei Nordzucker gesehen. Aber wir brauchen für die Zukunft gerüstete Werke, die mehr Rüben in der gleichen Zeit verarbeiten können“, betonte Jordan.

Von Thomas Frankewitsch

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