24-Jähriger kandidiert für Hankensbütteler Samtgemeindebürgermeister-Posten

Henning Evers wirft Hut in den Ring

Für das Hankensbütteler Rathaus wird im September 2021 ein neues Verwaltungsoberhaupt gewählt. Henning Evers wirft seinen Hut in den Ring und will Amtsinhaber Andreas Taebel beerben.
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Für das Hankensbütteler Rathaus wird im September 2021 ein neues Verwaltungsoberhaupt gewählt. Henning Evers wirft seinen Hut in den Ring und will Amtsinhaber Andreas Taebel beerben.

Hankensbüttel/Steimke – Das Rennen um den Posten des Samtgemeindebürgermeisters – die Spitze der Hankensbütteler Verwaltung – ist eröffnet: Der Erste, der seinen Hut in den Ring wirft, ist Henning Evers.

Der 24 Jahre alte Flensburger will bei der Wahl im September 2021 kandidieren. Seine Ziele: Mit frischem Wind, neuen Ideen und viel Energie will er in seiner Heimat – er ist in Oerrel und Steimke aufgewachsen – ein Angebot für Jung und Alt machen. Evers will transparente Kommunalpolitik und verständliches Verwaltungshandeln fördern.

„Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es in unserer Samtgemeinde dahingehend viel Luft nach oben gibt“, sagt Evers. Das und viele weitere Themen wolle er mit unverstelltem Blick angehen.

Henning Evers will Chef im Hankensbütteler Rathaus werden. Foto: privat/Hagen Lindenschmidt

Evers ist nach eigener Aussage vor mehreren Monaten von seinem politischen und persönlichen Umfeld angesprochen worden, ob er sich die Kandidatur für den Samtgemeindebürgermeister-Posten vorstellen könne. Nach reiflicher Überlegung und vielen Gesprächen mit seinem engsten Kreis stand für Evers fest, dass er sich dies gut vorstellen kann. „Ich habe Lust, etwas zu verändern – in der Region, in der ich aufgewachsen bin.“ Der junge Mann, der SPD-Mitglied ist und vor Kurzem sein Master of Education-Studium an der Europa-Universität Flensburg abgeschlossen hat, will nun politische Verantwortung in seiner Heimat übernehmen und teilte dies „Pro Samtgemeinde Hankensbüttel“ mit. Eine offizielle Nominierung durch die Fraktion, der er sich am Donnerstag vorgestellt hat, steht allerdings noch aus. Er hofft ausdrücklich auch auf die Unterstützung weiterer Parteien und Personen.

Evers sieht sich selbst als progressiven und gleichzeitig kompromissbereiten sowie pragmatischen Kandidaten: Das Bestehende solle besser gemacht werden. Bei der Wahl gehe es nicht ums Parteibuch, sondern um die Personen und deren Einstellung sowie Motivation.

„Ein Neuaufschlag“

Er möchte sowohl die jungen Familien („Wir müssen für sie attraktiv werden“) als auch die Alteingesessenen ansprechen. Die Samtgemeinde sei „dringend erneuerungsbedürftig“. Und da sehe er vor allem die Verwaltungsleitung in der Pflicht. Es gehe darum, im Team zu arbeiten, denn jeder im Rathaus bringe verschiedene Ideen mit ein und wolle für die Samtgemeinde und für die Heimat etwas reißen. Evers’ Ansatz: Er will eine hohe Motivation ins Rathaus hineinbringen und eine vertrauensvolle Atmosphäre schaffen. „Es ist eine gute Möglichkeit für einen Neuaufschlag. Die Mitarbeiter sollen merken, dass man sich für ihre Arbeit interessiert.“ Dazu würde er Praktika im eigenen Haus machen, um hautnah mitzubekommen, wie in den verschiedenen Abteilungen gearbeitet wird. Denn Evers ist kein Verwaltungsmensch und kann als Berufsanfänger keine langjährige Erfahrung in diesem Bereich vorweisen. Er ist überzeugt, dass man das Rathaus auch gut führen kann, ohne Verwaltungsexperte zu sein. Neben den durchlaufenden, strukturierten Aufgaben, die anfallen, bringe er ein politisches Amtsverständnis ein. „Man muss kommunizieren können, wenn man strategisch plant.“ Die Motivation im Rathaus sei vorhanden, ein paar Stellschrauben gebe es immer. Er würde einen engen Austausch mit den Gemeindebürgermeistern pflegen und „politische Initiativen nicht vom Tisch wischen“. Das Rathaus solle als Servicestelle dienen und Bürgeranliegen zügig abarbeiten. Die Fluktuation von guten Mitarbeitern müsse gestoppt werden.

Evers, der ledig ist und keine Kinder hat, möchte vorerst in Flensburg wohnen bleiben. Bei einer erfolgreichen Wahl will er nach Steimke zurückziehen – oder alternativ nach Hankensbüttel. Er hat früher die Karl-Söhle-Schule und das Hankensbütteler Gymnasium besucht. Am Gymnasium, an dem er sein Abitur ablegte, war er auch drei Jahre lang Schülersprecher.

Längere Auslandsaufenthalte verbrachte er in Großbritannien und Ghana. Seit Juni 2017 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter des Wahlkreisbüros von Prof. Dr. Heiner Dunckel, Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages. Evers ist Rettungsschwimmer, Jugendgruppenleiter und Sanitäter bei der DLRG. An der Uni engagierte er sich in verschiedenen Gremien als Studierendenvertreter. Seit März 2020 ist er SPD-Ratsherr der Stadt Flensburg. VON PAUL GERLACH

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