Verspätete Bilanz wegen Corona

Heimatverein: Einsatz für das Klosterhofmuseum?

Frank Schmidt (Mitte) überreichte dem Heimatverein Hankensbüttel-Isenhagen bei der Mitgliederversammlung eine Büste von Franz Töpel, die seit Jahrzehnten im Café Schmidt hing.
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Frank Schmidt (Mitte) überreichte dem Heimatverein Hankensbüttel-Isenhagen bei der Mitgliederversammlung eine Büste von Franz Töpel, die seit Jahrzehnten im Café Schmidt hing.
  • Hans-Jürgen Ollech
    VonHans-Jürgen Ollech
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Hankensbüttel – Verspätete Bilanz auch beim Heimatverein Hankensbüttel-Isenhagen: Aufgrund der Corona-Krise konnte in 2020 keine Versammlung stattfinden, wie der Vorsitzende Joachim Grahn vor zahlreichen Mitgliedern am Samstagnachmittag, 23. Oktober, im Café Schmidt erklärte. Auch der Hankensbütteler Ehrenbürger Gerhard Czichos war dabei.

Der Vorsitzende Grahn wies gleich zu Beginn der Versammlung daraufhin, dass der Heimatverein während der zurückliegenden Pandemiezeit allen Mitgliedern einen Brief mit einem kleinen Päckchen Wildkräutersamen für den Garten zukommen ließ, um die Verbundenheit unter den Mitgliedern zu festigen. Ferner setzte sich der Heimatverein auch für das Einheitsbuddeln an der Hankensbütteler Wiethornschule ein, um dort Obstbäume pflanzen zu lassen. Außerdem unterstützte der Heimatverein das Heidmärkerfest 2019, spendete dem Jagdmuseum in Oerrel sowie dem Otter-Zentrum jeweils 1000 Euro für besondere Zwecke sowie der Medienwerkstatt Isenhagener Land 500 Euro für die Ausstellung der Zeitzeugenberichte. Auch in Sachen „Archiv Heine“ wurde der Heimatverein aktiv und ließ über Jürgen Schulze sämtliche Fotos digitalisieren, wofür Schulze Lob und Dank erntete. Immerhin wurden mit dem Fotomaterial zwei Festplatten gefüllt.

Zur neuen Kassenprüferin wählten die Mitglieder Heide Ullrich. Beim Ausblick auf das Jahr 2022 regte der Vorsitzende die im vergangenen Jahr ausgefallene Tagesfahrt nach Einbeck an, wobei auch Bad Gandersheim infrage käme, da dort im kommenden Jahr die Landesgartenschau stattfinden wird. Dr. Günter Dickmann regte an, die Himmelsscheibe in Nebra einmal aufzusuchen. Und auch ein Besuch der Bauhaus-Ausstellung in Celle kam zur Sprache.

Zudem soll es Einblicke in das Archiv Heine geben. Und mit dem Archiv der Gemeinde Hankensbüttel, das sich immer noch im Keller der Karl-Söhle-Schule befindet, beschäftigt sich nun Klaus-Dieter Wendt als neuer Archivar. Ulrich Willier machte darauf aufmerksam, dass man das Archiv auf jeden Fall erhalten müsse, da es bei Aufgabe an den Landkreis falle.

Ein Antrag des Vorstandes sah vor, dass dem Hankensbütteler Sportverein (HSV) ein Zuschuss für den Bau des neuen Sportheimes in Höhe von 1000 bis 2000 Euro gewährt werden sollte. Nach ausführlicher Diskussion beschloss die Versammlung den Zuschuss auf 3000 Euro zu erhöhen, da auch der Heimatverein die Räumlichkeit später mit nutzen könnte.

Und schließlich beantragte Dr. Günter Dickmann die Rückgabe des ehemaligen Museums am Kloster an die Gemeinde. Dickmann begründete den Antrag mit dem zum Verkauf stehenden alten Pfarrhaus und der Pfarrscheune am Kloster. Damit würden Freiräume für die Nutzung des Unterrichts der Berufsbildenden Schule des Landkreises geschaffen, die das ehemalige Museum am Kloster für Unterrichtszwecke nutzt, sagte Dickmann. Er will, dass das alte Gebäude, welches in Backsteingotik gebaut und als einzigartiges Gebäude vor dem Abriss bewahrt und wieder hergerichtet wurde, wieder zurück in die Gemeinde geht, um es wieder mit Kultur, Ausstellungen und musealen Gegenständen zu füllen. Hierfür müsse sich der Heimatverein dringend einsetzen, da er ein starkes Interesse an diesem Gebäude haben muss. „Es ist traurig, dass es überhaupt soweit kommen musste.“

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