Beratung durch Feuerschutzausschuss in Gymnastikhalle der Karl-Söhle-Schule

Samtgemeinde Hankensbüttel: Haushaltsmittel-Bedarf auf Niveau der Vorjahre

Der Haushaltsmittel-Bedarf im Feuerschutz-Ausschuss der Samtgemeinde Hankensbüttel liegt in etwa auf dem Niveau der Vorjahre.
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Der Haushaltsmittel-Bedarf im Feuerschutz-Ausschuss der Samtgemeinde Hankensbüttel liegt in etwa auf dem Niveau der Vorjahre.
  • Paul Gerlach
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  • Florian Schulz
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Wie viel Haushaltsmittel müssen in der Samtgemeinde Hankensbüttel in diesem Jahr für die Feuerwehren, deren Arbeit und Einsatzmittel sowie die damit verbundene Infrastruktur vorgesehen werden? Darüber wurde jetzt im Feuerschutzausschuss beraten. Deutlich wurde, dass der Bedarf in etwa auf dem Niveau der Vorjahre liegt.

Hankensbüttel – Der Ansatz von 160 000 Euro für das Wierstorfer Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) soll für das Jahr 2021 gestrichen werden, empfahl der Ausschuss an den Samtgemeinderat. Bestehen bleiben sollen die Ansätze für die Fahrzeugbeschaffungen in den nächsten Jahren: 140 000 Euro für einen Einsatzleitwagen (ELW) in 2022 für die Gemeindefeuerwehr und je 160 000 Euro für TSF-W in den Jahren 2022, 2023 und 2024. Die gestrichenen 160 000 Euro aus 2021 sollen hingegen als Verpflichtungsermächtigung aufgenommen werden.

Für 2021 sind für eine Ersatzbeschaffung für den Spreizer der Steinhorster Wehr 7500 Euro eingeplant, außerdem 5000 Euro für zwei Hochleistungslüfter. Durch letztere wären dann in allen vier Zügen bei der Feuerwehr je ein Gerät vorhanden. Für 2022 steht eine Ersatzbeschaffung für die bewährte Tragkraftspritze in Emmen an, die mittlerweile aber in einem Alter ist, dass sie bald abgängig wird. Für 2023 und die Folgejahre sind für den Neubau von Zisternen je 30 000 Euro eingeplant: Die unabhängige Löschwasserversorgung soll laut Samtgemeinderatsbeschluss vorangetrieben werden.

Die Samtgemeinde erhält in diesem Jahr 5000 Euro weniger Feuerschutzsteuermittel vom Landkreis, da beim Kreis erhöhter Investitionsbedarf für Anschaffungen herrscht. Für den möglichen Neubau des Repker Feuerwehrgerätehauses sollen in 2021 für die Planungskosten 40 000 Euro eingestellt werden, dieselbe Summe für die Planungskosten beim voraussichtlichen Anbau am Schweimker Gerätehaus. In 2022 wird dann jeweils mit 350 000 Euro Baukosten bei den beiden Projekten gerechnet – vorbehaltlich der Planung und den Kosten, die am Ende beschlossen werden. Als Maßstab gilt die Vorgehensweise beim Bokeler Gerätehaus, das 280 000 Euro gekostet hatte. Auf die 350 000 Euro kommt man laut Verwaltung durch die generell seitdem gestiegenen Baukosten. Diese beziehen sich allein auf die Gerätehäuser an sich. Die Grundstücke plus die Zufahrt bei Neubauten stellt üblicherweise die jeweilige Gemeinde.

Beim Teilergebnishaushalt Brandschutz stehen Erträgen von 56 500 Euro Aufwendungen von 526 000 Euro gegenüber. Der von 248 100 auf 283 100 Euro erhöhte Ansatz für Sach- und Dienstleistungen geht auf die erwähnten 30 000 Euro Kosten für die Instandsetzung der Löschwasserversorgung zurück. Die größten Posten sind die 80 000 Euro für Dienst- und Schutzkleidung, 75 000 Euro für die Fahrzeughaltung, 50 000 Euro für Verbrauchsmittel (Tankrechnungen, Reparaturen, Ausstattung von Gerätschaften auf Fahrzeugen), 25 000 Euro für den Erwerb von Gefahrgut-Gerätewagen und 9000 Euro für die Geräteunterhaltung. Dabei handelt es sich laut Verwaltung um Standardansätze, um die Feuerwehren mit 560 Aktiven einsatzfähig zu halten. „Angesichts dieser Zahl an Einsatzkräften relativieren sich die Kosten“, sagte Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel. Mehransätze habe es in Etats nur fürs Aufarbeiten von Rückständen aus Vorjahren gegeben, führte Patrick Dammann von der Verwaltung aus.

Diese Planung insgesamt in Sachen Etat empfahl der Feuerschutzausschuss einstimmig an den Samtgemeinderat. Ausschussvorsitzender Werner Rodewald betonte: „Diese Ansätze sind noch immer kein Luxus, sie bewegen sich am unteren Ende.“

Der Hankensbütteler Ortsbrandmeister Christian Speitling sprach bei der Sitzung ein Lob an die Samtgemeinde aus: Man fühle sich gut und auf dem Stand der Technik ausgerüstet sowie insgesamt gut aufgestellt. „Wir haben das, was man braucht – für den Schutz der Mitbürger.“ Man könne gut arbeiten, Speitling hob insbesondere die Kleiderkammer hervor. Allein für die Gerätewartung würden in den Wehren nebenbei übers Jahr ungefähr 250 Stunden investiert.

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