Hankensbütteler Einrichtung sieht sich gut aufgestellt / Viele freiwillige AGs für 106 Schüler

Hauptschule: „Wir bleiben hier“

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Die Schülerfirma Kunststücke der Hankensbütteler Hauptschule, die den Schülern viel Spaß bereitet und ihnen wertvolle Kenntnisse vermittelt, wird morgen in Hannover zertifiziert.

Hankensbüttel. Die verschiedenen Schulformen im Landkreis Gifhorn stellen sich derzeit an den Grundschulen vor. „Wir sind immer bereit, den Eltern und Schülern unsere Schule zu zeigen“, sagt Cornelia Betzinger, Rektorin der Hankensbütteler Hauptschule.

So können die Grundschüler die Schule auch bei Schnuppertagen näher kennenlernen.

106 Schüler besuchen die Hankensbütteler Hauptschule derzeit, davon zwei fünfte Klassen. Sie werden von zwölf Lehrern unterrichtet und betreut. Drei Lehrer sind von der Förderschule. Hinzu kommen die Sozialpädagogin Anke Herz, zwei Berufseinstiegsbegleiterinnen und zwei Schulbegleiterinnen. „Die kleinen Klassen sind unser Vorteil“, sagt Betzinger. Kinder mit Empfehlung für die Förderschule bis hin zur Realschule besuchten die Hauptschule. Das liege an der guten Reputation der Schule. Dort werden Hauptschulabschlüsse nach den Klassen 9 und 10, der Realschulabschluss nach Klasse 10 und der erweiterte Realschulabschluss – und damit die Berechtigung zum Übergang zum Gymnasium – angeboten.

Für die Schüler ist besonders der freiwillige AG-Bereich sehr wichtig, sagt Betzingers Stellvertreterin Christine Heisig-Meyer. Viele der Schüler seien in Vereinen aktiv und in einer Ganztagsschule könne man dies nicht mehr so ausleben. Zu dem AG-Angebot gehören Russisch, eine Band, einige Sportarten, Kochen oder auch Theater. An der Schule wird viel gemeinsam unternommen: So wird nach den Sommerferien mit allen Schülern und Lehrern ein Tagesausflug unternommen.

Jennifer Lutz von der Fachoberschule, Gesundheit und Soziales, mit Schwerpunkt Sozialpädagogik in Celle macht derzeit ein Praktikum an der Hankensbütteler Schule. Mit einem weiteren ehemaligen Hauptschüler leitet sie gemeinsam die Band-AG und bringt sich außerdem bei der Schülerfirma Kunststücke mit ein.

Am morgigen Mittwoch macht die Schülerfirma, die in den Schulpausen, in Arbeitsgemeinschaften, Freistunden und Wahlpflichtkursen in der Werkstatt verschiedene Dinge aus australischer Merinowolle filzt, bei der niedersachsenweiten Schülerfirmen-Messe auf dem Expo Plaza in Hannover mit: Sie wird dort zertifiziert.

„Wir sind bei der Berufsorientierung gut aufgestellt“, sagt Rektorin Betzinger. Dabei arbeitet die Schule mit der Agentur für Arbeit zusammen und wird vor Ort von Berufseinstiegsbegleitern unterstützt. Zudem kommt einmal im Monat ein Berufsberater vorbei und berät die Schüler sowie Eltern. 70 bis 80 Prozent der Schulabgänger haben einen Ausbildungsplatz sicher, berichtet Betzinger.

„Wir haben hier viele Schüler aus der Region. Nicht nur aus der Samtgemeinde Hankensbüttel, sondern auch aus Wesendorf, Wahrenholz, Groß Oesingen, Radenbeck oder Knesebeck“, sagt die Rektorin. „Man braucht keine Ausnahmegenehmigung mehr, weil wir hier die einzige Hauptschule vor Ort sind“, sagt Heisig-Meyer. Die nächste Hauptschule ist erst in Gifhorn. „Wir bleiben hier und wollen weitermachen“, sagt Rektorin Betzinger. Die Schule will den engen Kontakt mit Unternehmen halten und das Kollegium sich weiter fortbilden.

Von Paul Gerlach

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