Von Künstlern, Dunkelelfen und Außerirdischen

Hankensbütteler Spielekameraden: Jede Woche in einer neuen Welt

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Ob Deckbauspiele wie „Clank! in Space“...

Hankensbüttel – Beim letzten Mal waren sie Museumskuratoren, Künstler, Dunkelelfen und Außerirdische. Diese Woche schlüpfen sie in die Rollen von Händlern im antiken Spanien und von intergalaktischen Dieben.

Die Szenarien wechseln regelmäßig, jede Woche kommen bei den Hankensbütteler Spielekameraden andere Spiele auf den Tisch.

Während im Nebenzimmer im Hankensbütteler Kubus mit Tüchern und Salz gehandelt wird, haben es Chris, René, Paddy und Louis auf ganz andere Schätze abgesehen: Sie wollen von einer Weltraumstation die Artefakte des galaktischen Imperators Lord Eradikus stehlen.

... oder witzige Kartenspiele wie „Belratti“: Bei den Spielekameraden kommen sie alle auf den Tisch.

Mithilfe eines eigenen Kartendecks schaltet jeder von ihnen Aufzüge frei, sammelt Credits oder hackt sich in Computerterminals ein. Und jeder von ihnen will schneller als die anderen sein und sich das mächtigste Artefakt sichern. Die Vier spielen „Clank! in Space“, ein Deckbauspiel, bei dem man aber auch Figuren über das Spielbrett manövrieren muss. Eine Weiterentwicklung von „Clank!“ (im Deutschen: Klong!“), das schon an vergangenen Spieleabenden auf den Tisch gekommen ist.

Denn die Spielekameraden, wie sich die Gruppe selbst getauft hat, kommen jede Woche im Jugendtreff Kubus zusammen. Schon seit fast zwei Jahren bringen sie dort jeden Montag ab 19 Uhr die unterschiedlichsten Brett- und Gesellschaftsspiele auf den Tisch. Die Konstellation der Gruppe wechselt dabei immer etwas: Es ist eine lockere Runde zwischen zehn und 50 Jahren.

Meist finden sich zwischen fünf und zwölf Spieler im Jugendtreff ein. Heute sind es acht. Jeder bringt an Spielen und Verpflegung mit, was er möchte, dann wird sich nach Lust und Laune auf die Tische verteilt. Mehrfach im Jahr gibt es einen Spiele-Samstag, bei dem auch deutlich zeitintensivere Titel angegangen werden können. Außerdem veranstaltet die Gruppe im Oktober ein ganzes Wochenende unter dem Motto „Hankau spielt“, um ihr kommunikatives Hobby zu fördern.

Bei den spanischen Händlern herrscht angespannte Stille, jeder Zug wird genau überdacht. Bei „Concordia“ wollen sich die Spieler ein Wirtschaftsimperium aufbauen, erfolgreich handeln, die besten Spezialisten anheuern und die meisten Siedlungen errichten. Dabei können nicht nur die eigenen Züge, sondern auch die der Mitspieler große Auswirkungen auf den Erfolg haben.

Basti, einer der vier Spieler, will sich über einen Senator Verstärkung anheuern und einen Spezialisten kaufen, überlegt es sich aber noch einmal. Der Bau eines zusätzlichen Gebäudes könnte sich langfristiger als lukrativer herausstellen...

Zurück in die unendlichen Weiten des Weltalls: Louis runzelt die Stirn, René hat ihm gerade zum zweiten Mal eine Karte vor der Nase weggeschnappt. Paddy hat bereits einen Haufen Siegpunkte vor sich liegen, aber auch schon einige Punkte Schaden verzeichnen müssen. Ob er es noch aus der Station schafft und seine Beute in Sicherheit bringen kann? Oder wird Chris ihn doch noch überholen? Letzten Endes erreichen beide die Rettungskapsel. René und Louis schaffen es nicht – das kostet wertvolle Punkte. Louis will nächste Woche „Ascension“ mitbringen – ebenfalls ein Deckbauspiel, bei dem er sich aber deutlich bessere Chancen ausrechnet.

Die Spielekameraden freuen sich immer über Neuzugänge. Wer neugierig geworden ist, kann einfach montags ab 19 Uhr im Kubus vorbeikommen.

VON DENNIS KLÜTING

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