Hankensbütteler Seniorenzentrum an der Mühle

Fahrzeugflotte bis Jahresende elektrisch

Pflegedienstleiter Julian Engels vor dem Hankensbütteler Seniorenzentrum an der Mühle inmitten von Elektrofahrzeugen.
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Pflegedienstleiter Julian Engels vom Hankensbütteler Seniorenzentrum an der Mühle inmitten von Elektrofahrzeugen: Die Flotte wird bis Jahresende komplett auf E-Autos umgestellt. Das Unternehmen hofft auf Nachahmer in der Region.
  • Paul Gerlach
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Hankensbüttel – Bis zum Jahresende will das Hankensbütteler Seniorenzentrum an der Mühle seine Fahrzeugflotte komplett auf E-Autos umstellen. Dann soll kein Verbrenner mehr im Unternehmensbereich der ambulanten Krankenpflege unterwegs sein. Die Einrichtung hofft auf Nachahmer in der Region.

Die Beratung Pflege Leben Kroll GmbH (BPLK) als Betreiberin des Seniorenzentrums hat seit März vier voll- oder teilelektrische Fahrzeuge angeschafft, der Fuhrpark soll noch um weitere E-Autos erweitert werden. Im Dezember soll der letzte von über einem Dutzend geleasten Seat-Wagen mit Verbrennermotor entfallen.

„Die grüne Mobilität ist die Zukunft“, sagt Pflegedienstleiter Julian Engels. Sicherlich gebe es Optimierungsbedarf bei der Herstellung der Akkus. Unstrittig sei aber auch, dass E-Autos viele Vorteile mit sich bringen: emissionsarmes beziehungsweise freies Fahren, eine deutliche Reduzierung von Lärmbelästigung, Kosteneffizienz und ein „deutliches Plus für die Umwelt“. So könne man einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Entspannung einiger Negativaspekte des Individualverkehrs beitragen, sagt Engels. „Wir wollen unserer Mitverantwortung gerecht werden.“ Die BPLK will auch weiterhin nur auf VW-Modelle setzen, um die Region zu unterstützen. Die E-Autos seien, so Engels, eine „folgerichtige und konsequente Fortsetzung“ des ganzheitlichen Leitgedankens bei der BPLK.

Im Alltagsbetrieb macht sich die Umstellung natürlich bemerkbar: Eine volle Aufladung sei erheblich günstiger als eine Tankfüllung, dauere dafür aber „recht lange“, sagt Engels. Diese Stunden beim Laden nach jeder Fahrt – damit die Akkus immer voll sind – müsse man bei den Abläufen mit einplanen. Insbesondere für die älteren Mitarbeiter bringe das Fahren mit einem E-Auto zudem eine Umgewöhnungsphase mit sich. Wenn man die Herstellung der Akkus ausklammere, handele es sich um die „aktuell umweltfreundlichste Variante“ im Betrieb. Auf den Nachhaltigkeitsgedanken legen die BPLK und Karsten Kroll großen Wert.

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