Schulstraße: Anlieger reagieren zufrieden

Hankensbüttel: Ohne Einbahnstraße geht es weiter

Hankensbütteler Schulstraße mit der Karl-Söhle-Schule im Hintergrund.
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Die Einbahnstraßen-Regelung auf der Hankensbütteler Schulstraße läuft jetzt aus. Anlieger hatten sich zuvor bei der Ratssitzung dafür starkgemacht, sie nicht beizubehalten. Die Schüler müssen sich nun darauf einstellen, dass erneut mit Verkehr von beiden Seiten zu rechnen ist.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Kehrtwende bei der Hankensbütteler Schulstraße: Der Gemeinderat beschloss am Donnerstagabend, 28. Oktober, bei einer Enthaltung, dass die dortige Einbahnstraßen-Regelung, die ohnehin ausläuft, nicht beibehalten wird. Anlieger hatten zuvor ihren ablehnenden Standpunkt gegenüber der Einbahnstraße bei der Sitzung klargemacht.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich die Anliegerseite mit dem Ratsbeschluss. Dieser sieht vor, dass sich zunächst die Verwaltung die Verkehrssituation rund um die Karl-Söhle-Schule – unter Einbindung von externen Fachleuten – ansehen soll. Begleitet werden soll dieser Prozess auch von Gemeindevertretern, außerdem hat sich Rektorin Christina Schulze bereits angeboten, bei der Begehung dabei zu sein. Auf Basis dieser Gesprächsgrundlage mit den gesammelten Informationen sollen dann die Mitglieder des Verkehrsausschusses, die Ratsleute und die Anlieger gemeinsam Lösungen erarbeiten. Ziel ist ein Gesamtkonzept für die Straßen rund um die Schule, das für Verkehrsberuhigung sorgen soll.

Noch im Verkehrsausschuss hatte der Tenor gelautet, dass man die Einbahnstraße beibehalten sollte. Diese habe zu einer von der Verwaltung und den Ratsleuten so wahrgenommenen Entschärfung der Gefährdung für die Kinder in Sachen Parksituation geführt.

Nicht ausgeschlossen wurde bei der Ratssitzung allerdings, dass man bei Bedarf auch zur Einbahnstraßen-Regelung zurückkehren könnte. „Wir werden sehen, wie es läuft“, sagte Bürgermeister Dirk Köllner. Zunächst wolle man die auf die Zeit der Kita-Bauarbeiten befristete Regelung aber auslaufen lassen.

Rektorin Schulze gab zu verstehen, dass sie gerne frühzeitig eine Info erhalten will, wann die Einbahnstraße genau wegfällt. Sonst gebe es ein „riesiges Chaos“. Denn aktuell seien die Kinder auf die Einbahnstraße eingestellt, man müsse sie nun darauf vorbereiten, dass die Autos dann wieder aus beiden Richtungen kommen.

„Autos zu schnell“

Für die Teilnahme an der Ratssitzung waren die Anlieger der Schulstraße von der Verwaltung angeschrieben worden – allerdings nicht alle, wofür sich Köllner entschuldigte. Dennoch waren einige von ihnen der kurzfristigen Einladung gefolgt und erläuterten die Sichtweise der Anliegerseite. Man könne keine Zustimmung zur Einbahnstraße in der Schulstraße geben. Das grundsätzliche Problem seien „zu schnell fahrende Autos“ und, dass die Kinder die Straße queren müssten. Daher sei man für Maßnahmen wie ein Tempolimit auf 10 km/h, freie Fahrt für Anlieger und auch ein absolutes Parkverbot in der Schulstraße, insbesondere unmittelbar an der Schule. Der Jahnplatz sei das „Nadelöhr“ und zugleich Knotenpunkt für alle Fahrzeuge. Für die Anlieger stelle die Einbahnstraße eine „Mehrbelastung“ dar – etwa, was parkende Autos vor den Zufahrten angehe, und allgemein durch längere Anfahrtswege, die der Umwelt nicht gerade zuträglich seien.

Mit großer Mehrheit wurde es vom Rat abgelehnt, die durch Anlieger Jürgen-Heinrich Eggers beantragte Bürgerinformation in Sachen neuer Kindergarten und Umwidmung der Schulstraße zur Einbahnstraße zu veranstalten. Mehrfach wurde aber von Ratsleuten betont, dass man die Bürger bei diesen Themen mitnehmen wolle und diese öffentlich erörtert werden sollen. Auf diese Weise wolle man den Kern von Eggers’ Antrag aufgreifen, ohne dass dafür extra eine Infoveranstaltung auf die Beine gestellt werde. Auch so sei man ohnehin mit den Anliegern im Gespräch, zu den öffentlichen Ausschusssitzungen könnten die Bürger jederzeit vorbeikommen.

Mit Blick auf die Parksituation sagte Dirk Niebuhr (CDU), dass die Samtgemeinde ein Grundstück an der Schulstraße nicht gekauft habe. „Sie wollte das auf die Gemeinde abwälzen. Das haben wir nicht gemacht, es wäre unfair gewesen.“

Rektorin Schulze verwies im Rat darauf, dass es mit der Einbahnstraße in den vergangenen 16 Monaten „etwas ruhiger“ zugegangen sei. Trotz des Halteverbotes in der Schulstraße (7 bis 14 Uhr) würden die Eltern aber weiter dort halten, es sei „ein Dilemma“, dass dieses nicht bis zum Ende des Ganztagsangebotes reiche. Das generelle Problem spitze sich seit Jahren zu, durch die neue Kita gebe es noch mehr Verkehr und Queer-Beet-Parken. Der Schule sei an einer Lösung – im Einvernehmen mit den Anliegern – gelegen. „Es ist wichtig, dass etwas passiert.“

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