Lockdowns führten in 2020 zu Rückgang

Hankensbütteler Otter-Zentrum: Knapp 10 000 Gäste weniger

Eingangsbereich des Hankensbütteler Otter-Zentrums.
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Die durch zwei Lockdowns bedingte Schließung des Hankensbütteler Otter-Zentrums schlug sich im Jahr 2020 deutlich in den Besucherzahlen nieder: Knapp 10 000 Gäste weniger als noch in 2019 kamen vorbei. Zur finanziellen Unterstützung wurden Soforthilfen für die GmbH beantragt.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Weniger Besucher im Otter-Zentrum, weniger Mitglieder und weniger Förderer als in 2019: Das Geschäftsjahr 2020 war auch für die Hankensbütteler Aktion Fischotterschutz eine „Ausnahmesituation“, sagt Eva Baumgärtner vom Vorstand. Glücklicherweise habe man auf die „breite Basis“ an Mitgliedern, Förderern und Partnern bauen können. „Ohne deren finanzielle Unterstützung hätten wir das Jahr 2020 nicht überstanden.“ Nur deswegen sei die Lage für den Verein nicht existenzbedrohend geworden.

Die Kennzahlen für 2020 - für das Jahr 2021 liegen sie als Geschäftsbericht noch nicht vor - erscheinen auf den ersten Blick besorgniserregend, will Baumgärtner nicht verhehlen. Zunächst hätten sich die Gästezahlen des Otter-Zentrums bis 2019 positiv entwickelt. Die anrollende erste Welle der Pandemie brachte dies in 2020 zum Erliegen. So konnte die Naturerlebnis-Einrichtung teilweise nicht wie gewohnt öffnen. Nach 55 821 Besuchern in 2019 waren es dann letztlich noch 46 171 zahlende Gäste. Zwei Lockdowns führten zur zeitweisen kompletten Schließung der Einrichtung. Baumgärtner: „Aber auch danach führten Beschränkungen wie zum Beispiel das Ausbleiben von Kinder- und Erwachsenengruppen zu finanziellen Einbußen.“ Die Zahl der Förderer ging im Geschäftsjahr um 147 auf 3472 zurück, bei den Mitgliedern gab es einen Rückgang um 197 auf 9045.

Durch die Schließzeit wurde besonders die GN-Gruppe Naturschutz GmbH hart getroffen. Bei der Aktion Fischotterschutz gelang es, die fehlenden Einnahmen, die normalerweise durch Eintrittsgelder und Gruppenbetreuungen erzielt werden, durch ein erhöhtes Spendenaufkommen zu kompensieren.

So weit wie möglich wurden die Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Bei den Tierpflegern und den Freiwilligendienstlern gab es strenge Gruppeneinteilungen zur Vermeidung von Infektionen. Kurzarbeit wurde bei der GmbH (Restaurant und Shop) eingeführt, zur finanziellen Unterstützung wurden Corona-Soforthilfen beantragt.

Das Restaurant durfte nicht öffnen, bei der daher umgesetzten „Essen außer Haus“-Alternative war die Nachfrage recht gering. Die Pandemie zwang die Verantwortlichen dazu, teilweise sehr kurzfristig neu erscheinende Landesverordnungen mit sich ändernden Hygienekonzepten umzusetzen. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, wurden die Schaufütterungen eingestellt.

In 2020 waren keine Gruppen zu Gast, was sich auch in den Zahlen niederschlug. Das gesamte Jahr verlief fürs Otter-Zentrum nicht in den gewohnten Bahnen: Um die gästefreie Zeit zu nutzen, wurde in den Gehegen gewerkelt. „Die Umsetzung der Hygienemaßnahmen erforderte viel Planung, Zeit und auch Handwerkereinsatz“, blickt Baumgärtner zurück. Trotz der Erschwernisse habe man viele der gesetzten Ziele in 2020 „erfolgreich umsetzen“ können.

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