Rat beschließt ganzes Paket an Maßnahmen

Hankensbütteler Mahnmal wird aufgewertet

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Das Hankensbütteler Mahnmal wird nun aufgewertet.

Hankensbüttel – Am Hankensbütteler Mahnmal war es zuletzt mehrfach zu Vandalismus gekommen (das IK berichtete).

Um die Beschädigungen zu entfernen und das Mahnmal samt Vorplatz insgesamt als Ensemble aufzuwerten, beschloss der Gemeinderat jetzt gleich ein ganzes Bündel an Maßnahmen.

So soll der gesamte Platz gesäubert werden. Alle Schriftzüge an den Mauern werden entfernt, am Mahnmal wird außerdem ein Fallrohr angebracht, um das Regenwasser abzuleiten.

An den Tafeln werden Schutzkappen angebracht. Der Standort der Außentafel wird geändert, um die Sicht auf den Friedhof nicht zuzustellen. Die Karten in den Infotafeln werden erneuert. Die Kosten für die Installation einer Beleuchtung sowie darüber hinaus eine Überwachung des Geländes mit einer Kamera werden durch die Verwaltung geprüft. Der Heimatverein soll in die Umsetzung der Maßnahmen eingebunden werden.

Dieses Gesamtpaket empfahl der Rat jetzt bei einer Enthaltung. Ein Mülleimer soll dort – laut mehrheitlichem Beschluss bei einer Gegenstimme – nicht aufgestellt werden, da die Befürchtung besteht, dass dort dann noch mehr Müll verteilt werden könnte. Es würden sonst auch andere Leute „ihren Abfall dort darin entleeren“, sagte Ingrid Wrede (FDP). Die Eimer würden meist kaputtgetreten, ergänzte Claudia Schulze (CDU). Mit so einem Mülleimer signalisiere man außerdem, dass man dort etwas konsumieren könne, merkte Reinhard Weißmann (WIH) an. Er betonte: „Das ist eine Gedenkstätte und ein Friedhof. Da isst und trinkt man nicht.“

Elisabeth van Werde (CDU) sah dies anders: „Dort keinen Mülleimer aufzustellen, finde ich überhaupt nicht gut.“ Hinter den Mauern am Mahnmal sehe es mit dem ganzen dort verteilten Müll „absolut gruselig“ aus. Man solle es erstmal mit einem Mülleimer ausprobieren, um zu sehen, ob es funktioniert. Die anderen Ratsleute wollten dies aber nicht so gehandhabt sehen.

Peter Dierks (CDU) zeigte sich indes überzeugt, dass eine durchgängige Beleuchtung die Leute vom Vandalismus abhalten würde.

VON PAUL GERLACH

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