Sicherheitsdienst kontrolliert Schulgelände

Am Hankensbütteler Gymnasium: Vandalismus bleibt ein Problem

+
Die Seile beim Klettergarten am Wiesenweg am Hankensbütteler Gymnasium sind in der Zwischenzeit repariert worden: Im April hatten zwei Jugendliche sie zerschnitten. Generell bleibt Vandalismus auf dem Gelände ein Problem. So ist gezielt auch mit Blick auf die unterrichtsfreie Zeit in den Ferien ein Sicherheitsdienst engagiert worden.

Hankensbüttel – Zuletzt ist es am Hankensbütteler Gymnasium wieder verstärkt zu Vandalismus gekommen. Das berichtete Schulleiterin Cornelia Röhrkasten kürzlich dem Kreisschulausschuss.

So wurden Wände beschmiert, Unrat, Flaschen und Exkremente auf dem Schulhof verteilt.

Anfang April war bekanntlich der Seilgarten beschädigt worden: Zwei 14-Jährige hatten die Seile zerschnitten (das IK berichtete). Eine erste Absprache mit dem Landkreis hatte das Aufstellen von Schildern sowie die Beauftragung eines Sicherheitsdienstes ergeben. Dieser begeht jetzt in der unterrichtsfreien Zeit sporadisch das Schulgelände.

Der Seilgarten war durch Spenden ermöglicht worden. Dies bedeutet in der Konsequenz, dass der Landkreis sich auch nicht für die Instandhaltung und Reparatur zuständig fühlt. „Einerseits ist das aus Sicht des Landkreises verständlich, andererseits wird die Schule dann aber zweimal ‘bestraft’, da sie zum einen die Sache finanzieren muss und zum anderen auch für alle Folgekosten zuständig ist“, betont Röhrkasten. Dies sei sicherlich nicht immer zu bewältigen, da es in Höhen gehen könne, die nicht gedeckt werden können. Ihr Appell: Sie würde sich freuen, wenn eventuell noch andere (Teil-)Lösungen erörtert werden könnten.

Für den Seilgarten gibt es eine Verwaltungsvereinbarung zwischen der Schule (als Betreiber des Seilgartens), der Gemeinde Hankensbüttel (als Eigentümerin der Fläche) und dem Landkreis (als Schulträger), erläutert die Kreisverwaltung. Die Verkehrssicherungspflicht liegt bei der Gemeinde, die Schulleitung ist für die regelmäßige Prüfung und Unterhaltung der eigentlichen Anlage sowie den Winterdienst zuständig.

In Sachen Vandalismus sagt Röhrkasten: „Umso besser das Wetter ist, desto mehr kommen auf komische Ideen.“ Zuvor sei eine längere Zeit Ruhe gewesen, das habe sich geändert. Beim Seilgarten geht sie von „Frust oder Zerstörungswut“ als Antrieb aus: „Das kann ich nicht nachvollziehen. Das war mutwillig.“ Die Schuldigen seien gemeinsam mit der Polizei ausfindig gemacht worden. Eventuell könnten demnach Rechnungen übernommen werden. Ein Rückbau des Seilgartens kommt für Röhrkasten nicht in Frage. „Das wäre schade.“ Sie hofft, dass wieder Ruhe einkehrt – und stellt klar: „Ich möchte das Schulgelände nicht einzäunen. Mit gewissen Dingen müssen wir leben.“

VON PAUL GERLACH

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare