Europa-Gedanke stärker ins Schulleben

Hankensbütteler Gymnasium: Mehr Erasmus als Ziel

Schüler und Lehrer des Hankensbütteler Gymnasiums mit den Lehrerinnen Christelle Tristant und Magali Martinez aus Lorient in Frankreich.
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Über Besuch aus Frankreich freute sich jüngst das Team des Hankensbütteler Gymnasiums.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Der Europa-Gedanke soll eine zunehmend größere Rolle am Hankensbütteler Gymnasium spielen: Bereits seit einiger Zeit versucht die Einrichtung, das Erasmus-Programm stärker ins Schulleben einzubetten. Im Zuge des Engagements der Arbeitsgruppe Erasmus+ hat sich in 2021 ein erstes Partnerschaftsprojekt ergeben – mit der Schillerschule in Frankfurt am Main und dem Collège Saint Joseph-La Salle in Lorient.

Das von September bis Juni/Juli geplante Projekt „Shall we let our cousins – the planktons – be destroyed“ spricht vor allem Schüler der zukünftigen Jahrgänge 7 bis 9 an. Es soll Biologie, Erdkunde, Chemie, Englisch, Französisch, Kunst und Musik fächerübergreifend verknüpfen. Dabei geht es darum, wie das Plankton in den Meeren – als Basis des Lebens – gerettet werden kann. Am Gymnasium bereiten die Lehrer Kristina Spann, Christian Chmelensky und Ivo Schleupner das Projekt seit mehreren Monaten vor. Vor kurzem waren die Lehrerinnen Christelle Tristant und Magali Martinez in Hankensbüttel zu Besuch. Gegenbesuche in Frankreich werden durch das Projekt und eine entsprechende Finanzierung eventuell auch noch möglich. Ohnehin wird das eTwinning-Programm genutzt – eine Initiative der Europäischen Kommission, das Schulen aus Europa über das Internet miteinander vernetzt.

Ab dem nächsten Schuljahr gibt es beim Projekt auch eine AG für die jüngeren Schüler. In den vergangenenen Monaten haben einige Schüler bereits fleißig am Projekt gearbeitet und gemeinsam ein Vorstellungsvideo für das Gymnasium erstellt. Einige Schülerinnen reichten Vorschläge für ein Projekt-Logo ein. „Wir freuen uns aber auch schon auf die weitere Zusammenarbeit im Projekt ab dem nächsten Schuljahr“, sagt Spann.

Die französische Schule plant, ein Lied und ein Musikvideo für das Projekt zu veröffentlichen. Durch den fächerübergreifenden Ansatz sollen auch Schüler angesprochen werden, die sich nicht so sehr für die naturwissenschaftlichen Aspekte, aber etwa für andere europäische Länder interessieren.

Das neue Projekt ist nur eine Vorstufe für weitere Projekte, hofft Chmelensky: Das Gymnasium arbeitet daran, über Erasmus+ für sieben Jahre akkreditiert zu werden. Das würde den Zugang zum europäischen Austausch erleichtern und beispielsweise Berufspraktika im Ausland ermöglichen. Die europäische Idee – und nicht zuletzt die Sprachkenntnisse – sollen in der gesamten Schulgemeinschaft gefördert werden. Projekttage, Online-Konferenzen und der Austausch von Ergebnissen mit Hilfe von Apps sind vorgesehen.

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