Neuer Schüleraustausch und Partnerschaft?

Hankensbütteler Gymnasium auf Tuchfühlung mit Kaliningrad

Videokonferenz mit Kaliningrad: Schüler des Jahrganges 12 des Hankensbütteler Gymnasiums mit Lehrerin Katharina Krieger (Fachleitung Russisch) tauschen sich online mit ihren potenziellen Austauschpartnern aus.
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Videokonferenz mit Kaliningrad: Schüler des Jahrganges 12 des Hankensbütteler Gymnasiums mit Lehrerin Katharina Krieger (Fachleitung Russisch) tauschten sich online mit ihren potenziellen Austauschpartnern aus.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Am Hankensbütteler Gymnasium entwickelt sich gerade etwas Neues in der Russisch-Fachgruppe: ein Schüleraustausch. Es bahnt sich eine Partnerschaft mit dem Gymnasium Nummer 32 in Kaliningrad an. Eventuell schon vor den Sommerferien – unter Vorbehalt wegen der Corona-Lage – könnte es zu einem Besuch in der russischen Provinzhauptstadt – der vormals deutschen Stadt Königsberg – kommen. Sie liegt an der Ostsee zwischen Polen und Litauen.

Denn in den Herbstferien ist es Katharina Krieger, die in Hankensbüttel die Fachleitung Russisch inne hat, gelungen, ein Gymnasium in Kaliningrad zu finden, das eine Partnerschaft mit dem Hankensbütteler Gymnasium eingehen möchte.

Bei einer Videokonferenz am 4. November lernten die Hankensbütteler Schüler schon mal ihre potenziellen Austauschpartner kennen. Sie stellten sich gegenseitig ihre Städte mit vorbereiteten Präsentationen vor und fragten sich jeweils das Gehörte in Form eines Quizspiels ab. Die Konferenz sollte vor allem dazu dienen, auf Tuchfühlung zu gehen.

Die Chemie zwischen den Schülergruppen stimmte, die russischen Schüler aus den Jahrgängen 9 und 10 sind im Schnitt etwas jünger als die deutschen. Sie schilderten in der jeweils anderen Sprache ihre Hobbys. Die Hankensbütteler Schüler hatten Wissenswertes über die St. Pankratiuskirche, das Kloster Isenhagen, das Otter-Zentrum, den Schweinemarkt und das Gymnasium zusammengetragen.

Nelli Khuzina, Lehrerin in Kaliningrad, hielt zum Ende der Konferenz hin fest: „Die Schüler haben sich gefreut, Deutsch zu sprechen.“ Ihre Schule sei offen für jedes denkbare Projekt. Hoffentlich finde sich eine Idee für ein gemeinsames Vorhaben. Krieger betonte, dass ihre Schüler und sie sich auch sehr gefreut hätten. Man habe sich schön austauschen können und „hoffentlich viel gelernt“. Die Vorfreude steige schon, dass man sich vielleicht auch mal persönlich sehen könne.

Über das Erasmus+-Programm, das bekanntlich stärker in das Hankensbütteler Schulleben integriert wird, lassen sich laut Krieger für den russischen Austausch keine Fördergelder generieren, denn dieses sei auf die EU beschränkt. Sie will Gelder über die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch einwerben.

Parallel sollen gemeinsame Projekte angeschoben werden. Sie ist mit Khuzina in Kontakt, um abzuklären, was man zusammen auf die Beine stellen kann. Ein großer Vorteil sei, dass die deutschen Schüler für Kaliningrad recht einfach und kostenfrei ein elektronisches Visum für bis zu acht Tage beantragen könnten.

In der Gegenrichtung sieht es mit einem Besuch schwierig aus, da der Sputnik V-Impfstoff in der EU nicht zugelassen ist und die russischen Schüler somit in Quarantäne müssten. Das gegenseitige Interesse an einem verstärkten Austausch sei jedenfalls gegeben, so Krieger. Fürs Hankensbütteler Gymnasium wäre es demnach der erste Austausch, der mit einem Ort in Russland zustande kommt. Krieger freute sich über die Leistung ihrer Schüler (im zweiten Lernjahr, einige mit familären Sprachkenntnissen) bei der Videokonferenz: „Sie haben das souverän gemacht und sehr frei gesprochen.“ Einzelne hätten sich extra von zu Hause aus online zugeschaltet.

Eine weitere Videokonferenz zu einem konkreten Thema soll demnächst folgen.

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