„Physisch und psychisch an Grenze“

Hankensbütteler Gemeindefeuerwehr: Über 100 Einsätze in 2018 bislang – Ja zu höherer Entschädigung

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2018 war ein anstrengendes Einsatzjahr für die Wehren der Hankensbütteler Gemeindefeuerwehr – hier ein Rundballenbrand bei Masel im August. Die Einsatzkräfte sollen nach dem Willen des Feuerschutzausschusses daher künftig höher entschädigt werden. 

Samtgemeinde Hankensbüttel. 99 Einsätze hatte die Gemeindefeuerwehr Hankensbüttel bis zum 9. November abgeleistet – inzwischen sind es über 100.

Frank Imort

Gemeindebrandmeister Frank Imort berichtete jetzt im Samtgemeinde-Feuerschutzausschuss über ein körperlich wie seelisch außerordentlich herausforderndes Einsatzjahr. „2018 hat uns physisch und manchmalauch psychisch oft an unsere Grenzen geführt. “ Doch man könne sich auf eine sehr motivierte und gut ausgebildete Einsatzmannschaft verlassen.

Unter den 99 Einsätzen waren 63 Brandeinsätze, 34 Technische Hilfeleistungen und zwei sonstige Einsätze. Am 20. März gab es eine Tote bei einem Brand in Hankensbüttel. Steinhorst wurde am 1. Juni bei Starkregen überflutet. Hinzu kam der Moorbrand bei Oerrel vom 20 bis 22. Juli. Am 11. August galt es, beim Großbrand bei Butting zu helfen. Vom 21. bis 23. August hielt eine Serie von Rundballenbränden die Wehren in Atem. Laut Patrick Dammann von der Verwaltung gibt es auch nach jüngsten Angaben der Polizei bislang keine Erkenntnisse zum Täter.

Ein Waldbrand zwischen Weddersehl und Masel ereignete sich am 19. September. Drei Tage später ging es zum Moorbrand in Meppen, bei dem am 29. September auch der Sprakensehler Schlauchwagen nochmal eingesetzt wurde.

Angesichts all dieser Einsätze gab es in 2018 keine Herbst- oder Großübung. „Wir haben genug getan“, sagte Imort.

Das Kommando der Gemeindefeuerwehr hat bei der Samtgemeinde höhere Aufwandsentschädigungen für die Mitglieder der Wehren beantragt. Die Aufgaben und der Aufwand – egal in welcher Funktion – würden immer mehr, erläuterte Imort. Dies sei im Kommando lang und breit diskutiert worden. Der Vorschlag sei mit Augenmaß erarbeitet worden. Er selbst sei seit 2000 im Kommando. „Das muss jetzt mal angefasst werden.“ Einige Feuerwehrleute hätten bislang gar nichts bekommen. Die Erhöhung gehe nicht ins Uferlose. Viele Feuerwehrleute würden alles mit Privat-Pkw abdecken. Die Erhöhung wurde vom Ausschuss einstimmig empfohlen. Rund 16 500 Euro müssten künftig pro Jahr zusätzlich für die höhere Entschädigung gezahlt werden.

Von Paul Gerlach

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