Zu Gast bei Freunden

Hankensbütteler Delegation erhält warmen Empfang im Frankreich

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Tragen sich ins Goldene Buch ein: Die Bürgermeisterin Evelyne Aubert und Bürgermeister Dirk Köllner.

Le Mesnil / Hankensbüttel – Rund 900 Kilometer trennen die französischen und deutschen Freunde aus Le Mesnil und Hankensbüttel. Dennoch machte sich am Tag der Deutschen Einheit eine Delegation von 20 Hankensbüttelern mit dem Bus auf den Weg nach Frankreich.

Der Anlass war das 50-jährige Jubiläum des Schüleraustausches das 35-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft.

Frohen Mutes traten die Hankensbütteler die lange Reise an. Bereits um 6 Uhr morgen war Abfahrt, dafür war man am frühen Abend am Ziel: „Wir sind gegen 20.45 Uhr angekommen“, berichtet Gisela Paeger vom Vorstand des Arbeitskreises Partnerschaft dem IK. „Unsere französischen Freunden bereiteten uns einen herzlichen Empfang.“ Danach erholte man sich von der doch anstrengenden Reise.

Denn am Wochenende wartete ein volles Programm auf die deutschen Besucher. So begab man sich am Freitag ins Schloss Vaux-le-Vicomte in Maincy. Man besichtigte die historische Schlossküche, in der auch ein Wildschwein auf seine Verarbeitung wartete. Es folgte ein gemeinsames und reichhaltiges Mittagessen – das Wildschwein aber blieb für andere Besucher in der historischen Kulisse. Die moderne Küche aber ließ keine Wünsche offen. Allein beim Ansehen der Speisekarte habe man „fünf Kilo zugenommen“, scherzt Paeger.

Gymnasiumsleiterin Cornelia Röhrkasten sprach mithilfe ihrer Übersetzerinnen über den Schüleraustausch.

Am Samstag besichtigte die Besuchergruppe die russisch-orthodoxe Klause Skit du Saint-Esprit im Wald von Fay. Hier beeindruckte laut Paeger vor allem der Taufpavillon, der zum 1000-jährigen Bestehen Russlands errichtet wurde. Nachmittags folgt die Zeremonie zu 50 Jahren Schüleraustausch und 35 Jahren Städtepartnerschaft. Es ging feierlich, aber auch sehr freundschaftlich zu: „Die Franzosen legen großen Wert auf Formalitäten“, berichtet Paeger. Daher wurde beim Singen der deutschen Nationalhymne die entsprechende Flagge von deutschen Schülern in den Saal getragen, anschließend zur französischen Hymne die Trikolore. Danach zur Ode an die Freude von Schülern beider Länder die Flagge Europas. „Ungewöhnlich für uns, aber sehr feierlich“, sagt Paeger.

Vom Podium aus hielten sowohl die Bürgermeisterin Evelyne Aubert mit ihrer langjährigen Freundin und Übersetzerin Ursula Gründemann sowie Cornelia Röhrkasten – mit zwei Schülerinnen des Gymnasiums Hankensbüttel als Übersetzerinnen – Reden und sprachen über die Erfahrungen des Austausches. Auch Barbara Messutat sprach zu den Feiernden. „Durch ihre Idee eines deutsch-französischen Schüleraustausches und der Freundschaft zu einer Lehrerin aus Le Mesnil ist vor 50 Jahren der Schüleraustausch entstanden“, erklärt Paeger.

Auch wurden Geschenke ausgetauscht: Die Hankensbütteler hatten Flammen aus Holz, gefertigt von Jürgen Eimeke, im Gepäck. Sie erhielten ein aus Stoff gefertigtes Bild des Schlosses, das auch das Mesniler Rathaus ist. Zudem trug sich Bürgermeister Dirk Köllner zusammen mit Aubert ins Goldene Buch der Stadt ein.

Nach der Zeremonie wurde noch gefeiert. Am Sonntag ging es dann schon um 7 Uhr morgens wieder los in Richtung Heimat. Aber schon Anfang November wird man sich wiedersehen, denn dann geht es zum Musizieren nach Frankreich: Das Chorprojekt Messe de la Délivrance steht an.

VON DENNIS TESCH

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