Erste Reaktionen fallen gemischt aus

Hundewiese für Hankensbüttel?

Hundefreilauf-Fläche in Holdenstedt bei Uelzen.
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Ein Platz für Hunde? Eine Freilauf-Fläche – wie in Holdenstedt bei Uelzen – kann sich die Wählerinitiative auch in Hankensbüttel vorstellen.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Ein Platz für Hunde in Hankensbüttel? Den Wunsch nach einer solchen Fläche hat die Wählerinitiative Hankensbüttel (WIH) jetzt als Antrag beim Gemeinderat hinterlegt. Die ersten Reaktionen darauf fallen gemischt aus.

Geht es nach der WIH, soll in Hankensbüttel, wie in etlichen anderen Orten auch, eine Hundeauslauffläche eingerichtet werden. Dort solle es keine Leinenpflicht geben – auf einer Grünfläche von der Größe eines halben Fußballfeldes. In der Begründung wird darauf verwiesen, dass vor allem in der jetzigen Setz- und Brutzeit (bis 15. Juli) wegen der Leinenpflicht der Bewegungsspielraum der Tiere besonders eingeschränkt ist. Auch sonst seien sie an vielen Orten nicht gerade willkommen. Diese Vierbeiner bräuchten aber viel Bewegung und vor allem auch Kontakt zu den Artgenossen, um gesund zu bleiben.

„Diese Hundewiese soll auch ein Treffpunkt für die Halter sein, ein Ort der Kommunikation“, sagt WIH-Sprecher Reinhard Weißmann. Er meint, dass das auch der Attraktivität des Ortes guttun würde. Andere Wege in und um den Ort würden dadurch entlastet. Wenn die Gemeinde eine ihrer Flächen zur Verfügung stelle, würden sich die Kosten im Rahmen halten. Weißmann: „Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Gemeinde durch die Hundesteuer von mittlerweile 300 Tieren jährlich eine beträchtliche Summe einnimmt.“ Hundehalter hätten dem Ratsherren bestätigt, dass es hier einen Nachholbedarf gebe, weil bislang keine nennenswerten Beträge zugunsten der Hunde ausgegeben worden seien.

Weißmann hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen den Kontakt zu Hundehaltern gesucht und „eine außergewöhnliche Zustimmung zu diesem Projekt“ feststellen können, mündlich wie schriftlich. Wer sich einen Eindruck von einer Hundewiese machen wolle, könne dies zum Beispiel am nördlichen Ortsrand von Holdenstedt tun. Dort gibt es eine entsprechende Fläche mit einer Größe von 5000 Quadratmetern.

Bei den anderen beiden Fraktionen im Gemeinderat wurde der WIH-Antrag ablehnend beziehungsweise zurückhaltend aufgenommen. So hielt Peter Dietz, Fraktionsvorsitzender beim „Bündnis für Hankensbüttel“, fest: Nach Rücksprache mit Hundebesitzern habe es „einhellig ablehnende Reaktionen zu dem Vorschlag“ gegeben. Sie hätten „von Empörung bis Unverständnis“ gereicht. In der hiesigen ländlich strukturierten Gegend mit der weitläufigen Landschaft sei – anders als in Großstädten – ein Hundefreigelände „völlig überflüssig“. Ein Beleg seien Kommunen, die solche Plätze eingerichtet hätten, die nun unbenutzt liegen blieben. Bevor ein solcher Platz eingerichtet wird, müsste erst der tatsächliche Bedarf ermittelt werden, so Dietz. „Interessierte Hundebesitzer, falls es sie geben sollte, könnten sich bei der Gemeinde melden.“

Bei der Fraktionssitzung der CDU am Dienstag, 25. Mai, kam eine mögliche Hundewiese in Hankensbüttel noch nicht zur Sprache. Das Thema sei zumindest bisher auch noch nicht auf der politischen Agenda, sagte Fraktionsvorsitzender Christian Speitling tags darauf auf IK-Anfrage. Sobald dies der Fall sei, werde sich die Fraktion im Vorfeld zu der Sitzung damit auseinandersetzen.

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