Erweiterung in Richtung Norden

Baugebiet im Hankensbütteler Süden? Erstmal nicht

Der Bereich südlich des Hankensbütteler Gewerbegebietes als Kartenausschnitt.
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Südlich des Hankensbütteler Gewerbegebietes (in Grau eingezeichnet) an der Oerreler Straße wird zunächst kein Bauland ausgewiesen werden. Der Gemeinderat wird in dieser Hinsicht vorerst nicht aktiv.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Hankensbüttel erweitert sich bekanntlich im Norden Richtung Steimke, im Süden wird in dieser Hinsicht erst mal nichts passieren.

Südlich des Ortes, entlang der Oerreler Straße (K 7), will ein Grundstückseigentümer auf seiner Ackerfläche auf Höhe der Einfahrt ins Baugebiet „Hässelmühlenweg“ ein weiteres Baugebiet für Wohnbauland ausweisen lassen (in der Skizze grün markiert). Bauwillige haben sich dazu bereits im Rathaus gemeldet. Im Gemeinderat zeigte man sich kürzlich allerdings einig in der Einschätzung, dass von einer Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt abzusehen ist.

Denn aktuell befindet sich gerade der Bebauungsplan „Lehmkuhlenweg III“ noch im Verfahren. Außerdem besteht über die gewerbliche Entwicklung an der Oerreler Straße noch Beratungsbedarf. An besagter Stelle entlang der K 7 ist aus Verwaltungssicht städtebaulich kein Zusammenhang zur Ortschaft Hankensbüttel gegeben. Die dortige Ausweisung von Bauland wäre demnach wie ein Fingerzeig in die freie Landschaft. Daher müsse im Fall der Fälle überlegt werden, ob man die nördlich angrenzenden Flächen bis an das bestehende Gewerbegebiet mit in den Geltungsbereich einbezieht (roter Bereich in der Skizze). Dazu müssten Gespräche mit den Eigentümern geführt werden. Die Gesamtfläche würde etwa 10 Hektar umfassen.

Die Verwaltung betont, dass in den vergangenen Jahren weder bestehende Gewerbeflächen verkauft noch leer stehende Gebäude gewerblich genutzt wurden. Die Nachfrage sei offensichtlich nicht vorhanden. In puncto Wohnbauland (auch im Mischgebiet) sei sie dagegen „enorm“. Im Zuge dieser Überlegung wäre eine Erweiterung Richtung Süden (blau gestrichelte Linie in der Skizze) ebenfalls denkbar.

Der Gemeinderat wird allerdings in dieser Hinsicht vorerst nicht aktiv. Dirk Niebuhr (CDU) sagte aber: „Wir sollten mittel- bis langfristig über die Bau- und Gewerbegebiete sprechen.“ Dass man das konkrete Ansinnen des Grundeigentümers ablehne, sei „klar“. Dennoch solle man in Verhandlungen bleiben, so Niebuhr. Der Tenor im Ratsrund lautete, dass an der dortigen Stelle eher kein Baugebiet vorgesehen ist. Bürgermeister Dirk Köllner sagte, dass auf dem Jungbluth-Platz erst mal Bauplätze geschaffen werden sollen. Claudia Schulze (CDU) sprach sich dafür aus, dass grundsätzlich Gewerbe- oder Mischgebiete weiterhin verfolgt werden sollten. „Das ist bei allen in den Köpfen“, versicherte Köllner.

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