Gymnasiasten machen sich mit Petition für Anlage stark

Hankensbüttel: 248 Unterschriften für Disc Golf

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Die Gymnasiasten mit Lehrerin Ines Maretzke (l.) übergaben Rathaus-Chef Andreas Taebel (v.r.) und Rainer Nuth die Unterschriften. 

Hankensbüttel – Über 248 Unterschriften haben sie bereits gesammelt – und es sollen noch mehr werden.

Bei der Projektwoche des Hankensbütteler Gymnasiums (das IK berichtete) hat eine 18-köpfige Schülergruppe mit Lehrerin Ines Maretzke am Mittwoch eine Petition für einen Disc-Golf-Platz zwischen Bolzplatz, Rodelberg und Grillhütte am Rathaus übergeben.

Rathaus-Chef Andreas Taebel und der 2. stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Hankensbüttel, Rainer Nuth, nahmen die Unterschriftenliste entgegen. Beide zeigten sich von der großen Beteiligung beeindruckt. „Es ist gut und richtig, so etwas zu starten“, erklärte Taebel. „Der Gemeinderat hat das Thema seit Langem auf dem Schirm“, ergänzte Nuth. 6.500 Euro waren vorsorglich in den Haushalt gestellt worden. „Ich bin gespannt, was daraus wird. Es ist eine tolle Aktion von den Schülern.“

Maretzke zeigte sich sehr dankbar für das Zustandekommen des Treffens und war glücklich, dass das politische Engagement ihrer Schüler ernst genommen wird. „Es ist etwas Junges und Cooles, was die Schüler hier auf die Beine stellen.“ Für den Disc-Golf-Platz gebe es eine breite Unterstützung in der Schulgemeinschaft.

Die politische Diskussion über den Disc-Golf-Platz soll nun im nächsten Jugendausschuss nach den Sommerferien geführt werden. Maretzke und ihre Schüler wollen bei der Sitzung dabei sein. Maretzke geht für Material und Aufbau (ohne gärtnerische Arbeiten) von knapp 10.000 Euro Kosten aus, Taebel kalkuliert – über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren gesehen – mit 50.000 Euro.

Zur Erklärung:

Disc Golf stammt ursprünglich aus den USA: Man versucht mit einer Art Frisbee über verschiedene Distanzen in einen Korb zu werfen. Kritikern, die Bedenken haben, dass die Wiese zerstört wird, halten die Schüler entgegen, dass lediglich pflanzliche Hindernisse in den Parcours eingebaut werden. Selbstverständlich könne der Parcours auch von Schulklassen, im Sportunterricht oder von Kindergartengruppen genutzt werden. Ebenfalls könnten die Schüler dort ihre Freistunden sowie die Wartezeit auf den Bus verbringen.

VON HILKE BENTES UND PAUL GERLACH

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