Hankensbüttel: Unternehmer Franz Börger will Wohngegend aufwerten und saniert Miethäuser

Neuer Look fürs Ostpreußenviertel

+
Franz Börger möchte das Hankensbütteler Ostpreußenviertel aufwerten: Er hat dort elf Häuser gekauft und lässt sie sanieren, um sie dann vermieten zu können. „Das wird mal ein vernünftiges Viertel werden“, zeigt er sich überzeugt.

Hankensbüttel. „Die Ecke hier ist ein nicht so gutes Viertel. “ Franz Börger, Geschäftsführer der Immobilien-Service Dümmer GmbH aus Lembruch, ist sich der Situation im Hankensbütteler Ostpreußenviertel voll bewusst. Die Probleme mit manchen Bewohnern kriegt er oft hautnah mit.

Trotzdem nimmt er „an die 3 Millionen Euro“ in die Hand, um das Viertel aufzuwerten und hochwertigen Wohnraum zu schaffen.

Die frisch sanierten Wohnungen machen einen hellen und freundlichen Eindruck. Bis dahin ist es jedoch eine Menge Arbeit.

Im Februar 2012 schlug Börger auf einer Aktion zu. Nun ist er im Besitz von elf Häusern und damit 60 Wohnungen, die er vermieten möchte. „Wenn alles fertig ist, lohnt es sich auch“, sagt Börger. Vier der Häuser sind jetzt komplett fertig saniert. „Bei einigen sind wir schon fortgeschritten. Man schafft es, etwa zwei Häuser pro Jahr zu sanieren. Alles auf einmal geht nicht.“Börger schätzt, dass die Sanierungen in zwei bis drei Jahren abgeschlossen sind. „Bis auf ein, zwei Störenfriede haben wir jetzt alle schwierigen Mieter aus den Wohnungen raus“, erläutert Börger. Es habe sich um „Müllnomaden und Chaoten“ gehandelt. Das habe Interessenten bisher abgeschreckt.

Dies soll sich nun ändern. „Ich möchte das Viertel aufwerten und attraktiver gestalten“, sagt der 71-Jährige. Die Leerstände seien reduziert worden. „Nun werden die leerstehenden, sanierungsbedürftigen Wohnungen als Erstes gemacht.“ Das umfasst etwa auch das Pflastern von Zuwegen zu den Häusern oder das Bauen von Garagen. Auch zwei altersgerechte Wohnungen lässt Börger momentan herrichten.

Vier der elf Häuser von Franz Börger sind fertig saniert. Die restlichen werden nun nach und nach abgearbeitet.

„Wir wollen ruhige Mieter“, sagt Börger. Das Altersspektrum der Mieter reiche von jung bis alt. „Es ist auch besser, wenn es so gemischt ist“, schildert Börger seine Erfahrungen, der schon einige positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten hat. „Vor anderthalb Jahren sah das hier noch anders aus. Manche schwierigen Fälle gehen einfach und bei manchen müssen wir klagen.“ Einschränkungen bei den neuen Mietern nimmt Börger keine vor. „Es können auch Betreute oder Sozialhilfeempänger sein. Wenn die Menschen vernünftig sind, ist das okay.“ Seine Wohnungen stoßen laut seinen Angaben momentan auf großes Interesse. Börger findet, dass er selbst manchmal noch zu freundlich mit Interessenten umgeht. „Von diesen Leuten wird man enttäuscht.“ Meistens seien das die 17- bis 18-Jährigen. Entsprechend oft hat Börger auch mit den Behörden zu tun. Die Mietpreise für die Zwei- bis hin zu Fünf-Zimmer-Wohnungen liegen zwischen 220 und 480 Euro. Viele der Wohnungen haben einen Balkon und auch eine Terrasse, teilweise mit Garten. „Die meisten Häuser haben eine Solaranlage auf dem Dach“, berichtet Börger.

Hankensbüttels Bürgermeister Martin Rausch begrüßt die laufenden Arbeiten ausdrücklich: „Franz Börger zeigt bei der Sanierung des Wohnviertels rund um die Ostpreußenstraße ein hohes Maß an Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Durchhaltevermögen.“ Haus um Haus setze Börger seine Ankündigung um, dem Viertel ein frisches Gesicht und damit Zukunft zu geben. „Regelmäßig tausche ich mich mit Franz Börger über den Fortgang der Sanierung aus“, lobt Rausch die enge Zusammenarbeit. „Ich freue mich, dass er bei Schwierigkeiten am Ball bleibt. Für Unterstützung stehen die Gemeinde und ich persönlich auch weiterhin zur Verfügung.“

Am morgigen Sonntag, 18. August, lädt Börger von 14 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür am Fahrenkamp 7 ein. Dort können sich die Besucher einen Eindruck vor Ort verschaffen.

Von Paul Gerlach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare