Hankensbüttel: Tote bei Brand

Hankensbüttel: 81-Jährige kommt bei Feuer in Wohnhaus ums Leben

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Dieses Wohnhaus an der Wittinger Straße in Hankensbüttel geriet gestern Morgen in Brand. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr fanden im Inneren eine leblose Frau vor – laut Polizei handelt es sich um die 81 Jahre alte Bewohnerin der Wohnung.

Hankensbüttel. Eine Tote forderte gestern Morgen ein Wohnhausbrand an der Wittinger Straße (B 244) in Hankensbüttel.

Die Bundesstraße 244 musste während des Löscheinsatzes in beiden Richtungen gesperrt werden.

Gegen 7.45 Uhr hatten Nachbarn die Feuerwehr alarmierten und Rauch aus einem Fenster im Erdgeschoss des Gebäudes gemeldet. Nur kurze Zeit später trafen die Einsatzkräfte der Feuerwehr, die mit der Meldung „Schuppenbrand“ zum Einsatz gerufen worden waren, am Brandort ein. Sie stellten eine starke Rauchentwicklung fest. Außerdem erhielten sie einen Hinweis durch die Polizei, dass eine Person vermisst wurde. Die Feuerwehrleute begannen sofort mit den Löscharbeiten und der Suche nach Personen im Haus. Dabei fanden sie gegen 8.15 Uhr die Leiche einer Frau. Laut Polizeisprecher Thomas Reuter handelt es sich um die 81 Jahre alte Bewohnerin der ausgebrannten Wohnung. Die Feuerwehrleute löschten das Brandgut ab, mit der Wärmebildkamera wurde nachkontrolliert.

Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar: Spezialisten des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Gifhorn nahmen unmittelbar nach Abschluss der Löscharbeiten die Ermittlungen auf.

Bei dem Gebäude handelt es sich laut Polizei um ein altes Bauernhaus, das zu einem Mehrfamilienhaus mit drei Wohneinheiten umgebaut wurde. Nur eine dieser drei Wohneinheiten im Erdgeschoss des Gebäudes wurde durch den Brand beschädigt, die übrigen Wohnungen sind nicht vom Brand betroffen.

Die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache wurden gleich nach dem Abschluss der Löscharbeiten aufgenommen. Foto: Gerlach

Die B 244 wurde während des Einsatzes in beiden Richtungen gesperrt. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Neun der elf Ortswehren waren im Einsatz: neben dem 1. Zug (Hankensbüttel, Schweimke, Wierstorf) auch der 4. Zug (Emmen, Oerrel, Wentorf). Der 3. Zug (Steinhorst, Repke, Lingwedel) wurde wegen der Atemschutzgeräteträger nachalarmiert. Die Einsatzkräfte, die die leblose Frau gefunden hatten, wurden seelsorgerlich betreut. Insgesamt waren 50 Feuerwehrleute im Einsatz, die durch zwei Rettungswagen und die Polizei unterstützt wurden.

„Dankenswerterweise wurde unsere Arbeit durch mehrere Anwohner mit kalten und warmen Getränke unterstützt, was unter den gegebenen Witterungsbedingungen durch unsere Kameraden als äußerst angenehm empfunden wurde“, sagte Ortsbrandmeister Christian Speitling.

Denn die Feuerwehr wurde gleich doppelt in Atem gehalten: Um kurz vor 9 Uhr löste auch noch eine Brandmeldeanlage am Gymnasium aus. Aufgrund des noch laufenden Einsatzes an der Wittinger Straße wurde zunächst der Mannschaftstransportwagen zur Erkundung in Richtung Gymnasium entsandt. Dort stellte sich laut Speitling heraus, dass ohne erkennbaren Grund ein Rauchmelder auf dem Boden eines Gebäudes ausgelöst hatte. Nach dem Zurücksetzen der Anlage konnte die Einsatzstelle verlassen und der Einsatz an der Wittinger Straße weiter unterstützt werden. Der lief für die Feuerwehr bis etwa 9.45 Uhr.

Von Paul Gerlach

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