Rektorin Christina Schulze übergibt Liste mit 28 Mängeln an Schulausschuss

Hankensbüttel: Probleme in der Karl-Söhle-Schule

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Problemfall Karl-Söhle-Schule: Sie hat mit der Sanierung sowie auch mit fehlender Ausstattung und fehlenden Parkplätzen zu kämpfen.

Samtgemeinde Hankensbüttel – Der Schul- und Kindertagesstättenausschuss der Samtgemeinde Hankensbüttel kam am Dienstag im Hankensbütteler Bürgerhaus zusammen. Mit dabei waren auch die Schulleiterinnen der Grundschulen sowie der Hauptschule, um ihre Anliegen vorzutragen.

So machte die Rektorin der Wiethornschule (HS), Cornelia Betzinger, deutlich, dass die Schule in allen Bereichen viel zu eng sei und es „Raumnot ohne Ende“ gebe. Bedingt durch den enormen Zulauf an Schülern, vor allem auch Inklusionsschülern, werden sicherlich noch weitere Klassenteilungen folgen müssen. „Differenzierungsräume gibt es einfach nicht und das führt auch zukünftig zu weiteren, enormen Problemen. Die Lehrerstundenversorgung liegt bei 97 Prozent“, sagte Betzinger und ergänzte, dass mindestens vier Klassenräume fehlen.

Patrick Dammann von der Verwaltung gab zu, dass man die bisherigen Prognosen unterschätzt habe und dass man nun für langfristige Lösungen sorgen müsse. Der Vorsitzende des Schulelternrates der Samtgemeinde, Dagobert Feld, bezeichnete die derzeitige Situation als fatal. Einem Kind musste auch der Zugang zur Schule aus Platzmangel verweigert werden.

Rektorin Kerstin Hoffmann von der Grundschule Sprakensehl berichtete, dass die Evaluation durch die Landesschulbehörde sehr gut verlaufen und die Schule nun auch eine offene Ganzganztagsschule geworden sei. Von den 31 Schülern nehmen 81 Prozent an der Ganztagsversorgung teil. Träger der Ganztagsbetreuung sei der DRK-Kreisverband Gifhorn, der pro Woche zurzeit 49 Essen liefere. Auch dort bestehe akuter Raummangel, da die Schule eine Inklusionsschule ist und 15 Lehrkräfte und Betreuer unterzubringen habe. Zudem sei immer noch nicht der Notausgang im oberen Bereich eingerichtet worden, was im Brandfalle zu katastrophalen Folgen führen könne, sagte die Rektorin und bat eindringlich um Abhilfe.

Noch schlechter sehe es zurzeit in der Karl-Söhle-Schule aus, die durch die laufenden Sanierungsmaßnahmen in vielen Bereichen stark eingeschränkt sei, sagte Rektorin Christina Schulze. Hinzu komme, dass Fenster ausgebaut und nicht wieder eingebaut wurden, weil sie nicht im Einklang mit der Unteren Denkmalschutzbehörde stehen und dadurch die Fenster einfach mit Holzplatten zugemacht wurden.

Dammann bestätigte das Problem und sagte, dass ein Gutachter eingeschaltet wurde, um Klarheit zu schaffen, was allerdings Zeit in Anspruch nehme. Auch Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel bekräftigte, das die Samtgemeinde mit der Denkmalschutzbehörde nicht konform sei und gegebenenfalls das Kultusministerium in Hannover einschalten werde.

240 Schüler werden von 17 Lehrkräften und sechs Pädagogischen Mitarbeitern betreut. Die derzeitige Lehrerstunden-Versorgung liege bei 99,6 Prozent, sagte Schulze und erwähnte weitere Probleme. Dazu gehört der Parkplatzmangel für die Lehrkräfte, der zudem durch den Kita-Neubau und die Verkehrsregelung in der Schulstraße eingeschränkt werde.

Ferner sah Schulze im IT-Bereich der Schule Probleme. Sie wies unter anderem auf fehlende W-LAN-Steckdosen für die Whiteboards hin. Zudem wurde immer noch nicht der dritte Fluchtweg in der großen Sporthalle eingerichtet, was im Notfall zu erheblichen Problemen führen würde. Die Rektorin überreichte dem Ausschussvorsitzenden Thomas Sordel (SPD) eine Liste mit 28 Mängeln, die im Haushaltsjahr 2020 zu berücksichtigen sind.

„Ich bin ganz zufrieden“, sagte dagegen die Rektorin der Grundschule Kunterbunt aus Steinhorst, Claudia Südekum, und zeigte sich erfreut über die Einrichtung als Ganztagsschule. Zurzeit würden 16 Schüler ganztags betreut, wobei man langsam an die Kapazitätsgrenze mit den Räumlichkeiten stoße und zukünftig auch da für Abhilfe gesorgt werden müsse. Südekum verwies auf die Kooperationsvereinbarungen mit dem Sportverein sowie der Kreismusikschule, die nun anlaufen würden. Bezüglich des Brandes im hinteren Eingangsbereich habe man Glück gehabt. Bei der Inspizierung der Schule durch die Sicherheitsbeauftragte der Landesschulbehörde seien einige nicht erfreuliche Mängel aufgefallen, die nun abgearbeitet würden.

VON HANS-JÜRGEN OLLECH

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