Samtgemeinde baut Vorsprung bei Energiebilanz aus

Hankensbüttel: Pole-Position bei den Erneuerbaren

Die Spitzenposition der Samtgemeinde Hankensbüttel bei der Energiebilanz in Sachen erneuerbare Energien bleibt unangefochten. Dazu trägt vor allem die Windkraft, aber auch Biogas bei – hier die Anlage bei Schweimke.
+
Die Spitzenposition der Samtgemeinde Hankensbüttel bei der Energiebilanz in Sachen erneuerbare Energien bleibt unangefochten. Dazu trägt vor allem die Windkraft, aber auch Biogas bei – hier die Anlage bei Schweimke.

Hankensbüttel – Ihren Vorsprung bei der Energiebilanz hat sie sogar noch etwas ausgebaut: Die Samtgemeinde Hankensbüttel behält im LSW-Netzgebiet die Pole-Position bei den erneuerbaren Energien.

Die Samtgemeinde Velpke fällt noch deutlicher zurück und muss sich mit Platz zwei zufriedengeben.

Damit bleibt die Samtgemeinde Hankensbüttel im Netzgebiet die Energieregion Nummer 1, wie Rathaus-Chef Andreas Taebel kürzlich in der Samtgemeinderatssitzung unterstrich.

Zur Erinnerung: Im Erneuerbare-Energien-Report 2018 hatte die Samtgemeinde bei der Energiebilanz einen Wert von 288,02 Prozent aufgewiesen (das IK berichtete). Im aktuellen Report für das Jahr 2019 steigerte sich dieser Wert auf 327,22 Prozent – ein Anstieg um gut 39 Prozent. „Das ist erheblich“, betonte Taebel. Dies bedeute, dass die Samtgemeinde mehr als dreimal ihren Bedarf produziert.

Zum Vergleich: Bei der Energiebilanz liegt die Samtgemeinde Velpke bei 242,67 Prozent (2018 waren es noch 216,34 Prozent gewesen) – ein Wert, den die Samtgemeinde Hankensbüttel allein durch die Windkraft-Einspeisung schon übertrifft.

Die Steigerung lag insbesondere an einer vermehrten Einspeisung durch die Windkraft. Denn nach 125 683 Megawattstunden (MWh/a) im Vorjahr wurden 2019 sogar 131 963 Megawattstunden eingespeist – ein Anstieg, obwohl die Zahl der Windräder exakt gleich blieb. Die Windkraft macht in der Samtgemeinde weiterhin mit Abstand den größten Anteil bei der Energiebilanz aus, er stieg von 216,12 auf 248,68 Prozent des Bedarfs.

Es kamen neun neue Fotovoltaik (PV)-Anlagen hinzu – die installierte Leistung im PV-Bereich stieg somit um 0,05 Megawatt an. Die eingespeisten Megawattstunden durch die PV-Anlagen fielen dennoch von 3987 auf 3728.

Die Zahl der Anlagen und die installierte Leistung bei den Biomasse-/Biogasanlagen blieben unverändert. Allerdings stiegen die Megawattstunden minimal von 37 826 auf 37 947 an.

Die Energieentnahme durch alle Netzkunden ist um 5090 MWh/a – von 58 155 MWh/a im Vorjahr auf aktuell 53 065 MWh/a – gesunken.

• Der Bund und das Land Niedersachsen planen laut Taebel, der auch Geschäftsführer des Kreisverbands des Städte- und Gemeindebundes (NSGB) ist, ein Corona-Förderprogramm für die Aufrüstung oder den Neubau von Windrädern. „Das ist mir aufgestoßen. Ich habe angeregt, auch die Bestandsanlagen zu fördern“, unterstrich er. VON PAUL GERLACH

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare