Viel Handarbeit bei neuem Kirchplatz

Hankensbüttel: An St. Pankratius nimmt Mondlandschaft langsam Gestalt an

An der Hankensbütteler St. Pankratiuskirche – hier ein Bild aus der vergangenen Woche – laufen derzeit die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Kirchplatzes und zur Ausgestaltung des Brunnens.
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An der Hankensbütteler St. Pankratiuskirche – hier ein Bild aus der vergangenen Woche – laufen derzeit die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Kirchplatzes und zur Ausgestaltung des Brunnens.

Hankensbüttel – Es tut sich derzeit eine Menge rund um die Hankensbütteler St. Pankratiuskirche: Dort laufen die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Kirchplatzes und zur Ausgestaltung des Brunnens. In der Ortsmitte wird fleißig gewerkelt.

Bei einer Baubesprechung Ende vergangener Woche wurde festgehalten, dass das Großpflaster, das als Sitzmöglichkeit dient, zum größten Teil fertig gesetzt ist, erläutert Marion Buchholz, stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende, im IK-Gespräch.

Die Randeinfassungen der Pflasterflächen am Weg zwischen der Kirche und dem Ludwig-Harms-Haus werden gerade hergestellt. Die entsprechenden Randeinfassungen für den Weg am Fuß des Walls sind fertig. Versorgungsleitungen für die Beleuchtung sind teilweise verlegt worden. Für diese Woche sind die Pflasterarbeiten vorgesehen.

Zwischen der Kirche und dem Gemeindehaus war das vorhandene Feldsteinpflaster nur in Sand verlegt worden: Es wird aufgenommen, höhenmäßig angepasst und in Beton oder Splitt verlegt. Neue Lampen werden an den kommunalen Stil angepasst.

Was große Maschinen zunächst in eine Art Mondlandschaft verwandelt hatten, nimmt somit allmählich gefällige Formen an. „Mit viel Handarbeit und Expertise ist ein kleiner Bautrupp der Firma Pasemann dabei, den Kirchplatz neu zu gestalten“, sagt Buchholz. Dabei stoßen die Leute vom Bau auf manche Überraschung im Untergrund: Und damit sind nicht Knochenfunde gemeint (Buchholz: „Kreisarchäologe Dr. Ingo Eichfeld hat nichts Historisches gefunden.“), sondern zum Beispiel nicht mehr verwendete Elektrokabel, Heizungstanks, Rohre oder Schächte, die in keinem Plan auftauchen. Solche und ähnliche Hindernisse kommen dann in den wöchentlichen Baubesprechungen zur Sprache, an denen die Planer sowie Vertreter der ausführenden Firmen, der Kommune, des Kirchenvorstandes und Küster Andrej Maier teilnehmen. Es geht dabei außerdem um die Strom- und Wasserversorgung, den Ausgleich von Höhenunterschieden oder die notwendige Ableitung von Oberflächenwasser.

„Dabei ist die bestmögliche Anpassung an den bereits fertiggestellten kommunalen Dorfplatz ebenso wichtig wie die Wiederverwendung von Materialien“, betont Buchholz. So wurden die alten Natursteine, die den Wall zur Grünfläche abgrenzen, aufgerichtet und durch Beton stabilisiert. „Für alle Fragen, die mit der Ausgestaltung des Brunnens zu tun haben, ist die Gemeinde Hankensbüttel zuständig, auf deren Areal der Brunnen liegt“, unterstreicht Buchholz. Dessen Standort werde jedenfalls nicht verlegt, das Wasser werde pilzartig herausströmen.

Im Schatten der großen Baumaßnahmen fand die denkmalgerechte Sanierung der Fachwerkfassade des alten Küsterhauses statt, das ans Ludwig-Harms-Hauses grenzt. Es wurden Sprossenfenster eingesetzt, marode Balken ausgetauscht und das Mauerwerk fachgerecht wiederhergestellt. „Die hier eingesetzten Fördermittel haben aus dem Küsterhaus ein wahres Schmuckstück werden lassen“, hält Buchholz fest. VON PAUL GERLACH

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