Landkreis verschafft sich Überblick

Ob bei Hankensbüttel oder bei Oerrel: Birkenalleen verstärkt im Blickpunkt

Die K 7 auf halber Strecke zwischen Hankensbüttel und Oerrel: Zwischen den Bäumen sind große Abstände. Nach Reinhard Weißmanns Zählung fehlen dort mindestens 20 Birken auf jeder Seite.
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Die K 7 auf halber Strecke zwischen Hankensbüttel und Oerrel: Zwischen den Bäumen sind große Abstände. Nach Reinhard Weißmanns Zählung fehlen dort mindestens 20 Birken auf jeder Seite.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel/Weddersehl/Oerrel – Bis zum Sommer will der Landkreis Gifhorn ein Bestandskataster für Alleen an Kreisstraßen vorlegen. „Bäume beeinflussen positiv mit ihrem kulturlandschaftsprägenden Charakter das Landschaftsbild und tragen mit zur Regulierung des Naturhaushalts bei“, hält Landrat Dr. Andreas Ebel fest.

Der Hankensbütteler Ratsherr Reinhard Weißmann hofft nun auf Nachpflanzungen – etwa an der K 7 (zwischen Hankensbüttel und Oerrel) oder auch an der K 10 (zwischen Hankensbüttel und Weddersehl).

Entsprechende Überlegungen und Arbeitsschritte in Sachen Nachpflanzungen seien bereits in der Vergangenheit eingeleitet worden, sagt Ebel. Gerade die Baumalleen seien landschaftsprägende Elemente und ein Spiegelbild des besonderen Charakters der hiesigen Heidelandschaft.

Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) wird mit der Abteilung Kreisstraßenwesen die weitere Vorgehensweise abstimmen, kündigt Ebel an. Der Landrat strebt auch an, eine Vereinbarung mit der Wolfenbütteler Landesstraßenbaubehörde über das erforderliche Nachpflanzen von Bäumen an Bundes- und Landesstraßen zu schließen.

Dabei bedürfe es, wie auch bei den Kreisstraßen, einer umfassenden Abwägung zwischen den Anforderungen der Verkehrssicherheit – und damit dem Schutz von Leben und Gesundheit der Verkehrsteilnehmer – sowie den Belangen von Natur und Landschaft. Entsprechende Kriterien sollen mit der Behörde in Wolfenbüttel noch detailliert abgestimmt werden.

Laut Ebel begrüßt die UNB die Pflanzung sowie Nachpflanzung von Straßenbäumen. Damit würden Baumreihen und Alleen als Begleitgrün geschaffen und erhalten werden. Aus Sicht des UNB könnten bei den vorhandenen Birkenalleen gegebenenfalls auch Nachpflanzungen mit Linden in Frage kommen. Ebel betont, dass die von Weißmann angeführte K 7 beim vorgesehenen Bestandskataster miteinbezogen werden soll.

Weißmann freut sich, dass sich Landrat Ebel für die (Birken) Alleen „und ihre unübersehbaren Probleme“ mehr als aufgeschlossen zeige. Die Samtgemeinde Hankensbüttel sei, wie mit einem Spinnennetz, von rund zehn Kreisstraßen durchzogen, die alle rund zwei Dutzend Orte verknüpfen.

Wenn der Landkreis diese Kreisstraßen nun allmählich stärker begrünen wolle, so wäre das „ein kräftiger Schritt nach vorne“, sagt Weißmann – für die Umwelt, den Naturschutz, das Landschaftsbild und den Klimaschutz (etwa als Windbremse).

VON PAUL GERLACH

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