Neues Vereinsheim und drei Sportplätze

Hankensbüttel: HSV kurz vor dem Baustart

Philipp Hanf, Vorsitzender des SV Hankensbüttel, auf der Fläche an der Hankensbütteler Schmiedestraße, wo das Vereinsheim und die drei Sportplätze entstehen werden.
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Für den gesamten Verein und ihn ist es eine Herzensangelegenheit: HSV-Vorsitzender Philipp Hanf auf der Fläche an der Hankensbütteler Schmiedestraße, wo das Vereinsheim und die drei Sportplätze entstehen werden. Der HSV hofft für das Projekt auf viele Spenden und Mithilfe.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – An der Hankensbütteler Schmiedestraße entsteht etwas Großes: HSV-Vorsitzender Philipp Hanf spricht gar von einem „Jahrhundertprojekt“, das für den Verein und die Region eine Attraktivitätssteigerung bedeute. 1,2 Millionen Euro betragen die Kosten insgesamt, rund 400 000 Euro davon will der Verein als Eigenleistung durch die Mitglieder und Helfer beitragen. Bekanntlich sollen dort ein Vereinsheim („Haus der Vereine“) und drei neue Sportplätze entstehen.

Das Ganze ist sehr ambitioniert, der Verein will es wuppen, ohne dass ein verbleibendes Darlehen hinterlassen wird. Ein Vorfinanzierungsdarlehen ist aufgenommen worden. Viel Vorarbeit wurde in den vergangenen Jahren bereits geleistet, dennoch ist der Verein auf viele Geld- und Sachspenden sowie Manpower von Helfern angewiesen. Jede Unterstützung ist kostbar und willkommen. Am Samstag, 10. Juli, sollen die Arbeiten – mit der Hilfe von einigen Landwirten – nun losgehen.

Der HSV, der in 2021 sein 120-jähriges Bestehen feiert, will durch das Projekt auch letztlich die Situation am Jungbluth-Platz mit dem bisherigen Fußballplatz hinter sich lassen, die seit Jahrzehnten von Konflikten mit Anwohnern geprägt war. Das reichte laut Hanf von Streitigkeiten bis fast hin zu Klagen. Hinzu kam der Brand des dortigen Vereinsheimes im Oktober 2015: Die Schäden wurden bislang nicht behoben, das Geld der Versicherung dient nun als Starthilfe beim Neubau, so Hanf. Die Lage sei immer dringender geworden, nach langen Verhandlungen mit der Politik und anfangs teilweise zu wenig Unterstützung, so der Vorsitzende, gebe es nun eine breite Zustimmung, Euphorie und Motivation sowie den nötigen Support. Insbesondere Bürgermeister Dirk Köllner habe das Vorhaben angeschoben. Hanf: „Nun ist eine ganz andere Bereitschaft da.“ Nach einer längeren Suche nach Standorten, unter anderem am Wiethorn, habe sich dann das Gewerbegebiet herauskristallisiert.

„Haus der Vereine“


Beim geplanten „Haus der Vereine“ sind Kooperationen mit verschiedenen, nichtkommerziellen Vereinen, Institutionen und Personen das Ziel. Diese können die Räumlichkeiten dann nutzen, indem sie sich an den Nebenkosten beteiligen – ob nun für Chorproben, Versammlungen oder Veranstaltungen. Dafür wird der Gastrobereich inklusive großer Terrasse zur Verfügung gestellt. Das Ganze soll ein Ort der Vereine und der Gemeinschaft werden. Hanf ist überzeugt, dass dies dem Vereinsleben zugutekommt, da der HSV dann nur noch über eine Sportanlage verfüge und sich nicht die Trainingseinheiten über den Ort verteilen.

Ohnehin will der HSV laut Hanf künftig mehr den Breitensport ansprechen und mehr für Ältere anbieten. Der Verein möchte sich breiter aufstellen, ein Fitnessraum, Spinning oder Radtouren als Angebote sind angedacht. Die Bereiche Damengymnastik und Kinderturnen sollen ausgebaut werden. Eine Grillecke und eine Sauna sind weitere Gedankenspiele, so der Vorsitzende.

So oder so, auch wenn es gut läuft, wird bei dem Projekt noch einige Zeit ins Land gehen. Hanf geht von zwei Jahren aus. Die Frist für die Fördermittel läuft zum 30. September 2022 aus, er hofft aber auf eine Verlängerung. Von den Genehmigungen her wäre ein Baustart bereits im Februar/März möglich gewesen, doch Corona-bedingt konnte die Jahreshauptversammlung, bei der endgültig grünes Licht fürs Projekt gegeben wurde, erst Anfang Juni stattfinden. Die Verantwortlichen hoffen nun, dass die Arbeiten im Herbst nicht womöglich wegen der Corona-Entwicklung eingebremst werden. „Wir möchten ein schönes, wertiges Sportheim erstellen“, sagt Hanf. Alle seien zuversichtlich.

Infrastruktur profitiert

Dabei blickt man beim Verein auch über den Tellerrand hinaus: Hanf verweist auf Aufwertung der Infrastruktur. Der Ort verfüge mit der neuen HSV-Sportanlage, dem Gymnasium, den hinzugekommenen Baugebieten und den bestehenden oder noch entstehenden Wohnmöglichkeiten für Senioren dann über ein Pfund, mit dem man gut wuchern kann.

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