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Hankensbüttel: Neue E-Auto-Ladesäule aus Eigenantrieb

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Von: Paul Gerlach

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Sebastian Marx (l.), Betreiber der Ladesäule für Elektroautos am Hohen Weg in Hankensbüttel, mit Samtgemeindebürgermeister Henning Evers.
Freuen sich über das richtungsweisende Angebot: Sebastian Marx (l.), Betreiber der Ladesäule für Elektroautos am Hohen Weg in Hankensbüttel, mit Samtgemeindebürgermeister Henning Evers. © Gerlach, Paul

Hankensbüttel – E-Auto-Fahrer oder solche, die es werden wollen, können sich freuen: In Hankensbüttel gibt es nun wieder eine Ladesäule, nachdem das Angebot am Hankensbütteler Rathaus zum Jahresende 2020 eingestellt wurde. Betreiber Sebastian Marx hat aus Eigenantrieb und auf eigenes wirtschaftliches Risiko am Hohen Weg 5 b eine 11-Kilowatt-Säule aufgestellt und in Betrieb genommen. Er hofft, dass durch die Verfügbarkeit vor Ort dem einen oder anderen Bürger nun die Entscheidung für den Kauf eines Elektroautos leichter fällt – insbesondere jenen Menschen, die selbst keine Lademöglichkeit daheim haben.

Der 27-Jährige hat sich selbst ganz gezielt einen Stromer angeschafft – zu einem Zeitpunkt, als die Wagen noch nicht so teuer waren wie heute. Der Umstand, dass zum Laden aber nur zu Hause auf die Wallbox zurückgegriffen werden konnte, weil es in Hankensbüttel sonst keine Lademöglichkeit gab, ließ Marx aktiv werden. „Meine Familie hat mich dabei unterstützt.“ So errichtete Marx mit etwas väterlicher Hilfe die Säule, für die der Strom überwiegend aus der eigenen Photovoltaikanlage kommt, die auf dem selben Grundstück ebenfalls überwiegend in Eigenleistung installiert wurde. Marx ist Student und begeistert sich für Klimaschutz sowie erneuerbare Energien.

Aufgrund der noch recht geringen Anzahl an Elektroautos ist das Projekt eine Investition in die Zukunft, bei der kurzfristig noch keine großen Umsätze zu erwarten sind. Marx setzt auf die Bewohner der näheren Umgebung sowie Tagesgäste, die nach Hankensbüttel kommen, als Nutzer. Gegen die Ladelangeweile gibt es ein kostenloses W-Lan.

Der Bezahlvorgang für die Ladung – zu laut Marx marktüblichen Preisen – funktioniert mit Girokarte. Geladen werden kann auch, wenn die Sonne nicht scheint, denn bei Bedarf wird die Energieversorgung aus dem normalen Stromnetz ergänzt.

Laut Rathaus-Chef Henning Evers will sich die Samtgemeinde mit den Mitgliedsgemeinden austauschen, ob mit Fördermitteln ein Ladenetz installiert werden kann. Das Ganze sei aber noch nicht konkret, die Überlegungen stehen am Anfang. Jedoch stelle man sich schon mal die Standortfrage. Man habe dabei einerseits Punkte nahe Wohngebieten sowie nahe der B 4 und andererseits Punkte in der Nähe von Nahversorgern im Blick. „Die Elektromobilität wird uns als Technologie begleiten“, sagt Evers. Die Initiative von Sebastian Marx und dessen Tatendrang seien „absolut zu begrüßen und bemerkenswert“.

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