Verkehrsausschuss gegen weitere Beruhigungsmaßnahmen

Hankensbüttel: Nein zu Schikanen am Finkenweg

Der Hankensbütteler Verkehrsausschuss sprach sich jetzt gegen weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen an Finkenweg, Meisengrund und Kuckucksweg aus. Denn dort ist bereits eine Tempo-30-Zone eingerichtet.
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Der Hankensbütteler Verkehrsausschuss sprach sich jetzt gegen weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen an Finkenweg, Meisengrund und Kuckucksweg aus. Denn dort ist bereits eine Tempo-30-Zone eingerichtet.

Hankensbüttel – In Hankensbüttel haben Anlieger der Straßen Finkenweg, Meisengrund und Kuckucksweg einen Antrag auf weitere Verkehrsberuhigungsmaßnahmen bei der Gemeinde gestellt.

Dort gibt es bereits eine Tempo-30-Zone – allerdings hält sich nach ihrer Auffassung kaum jemand an diese Geschwindigkeit. Der Verkehrsausschuss sprach sich am Donnerstagabend bei zwei Gegenstimmen dafür aus, keine weiteren Verkehrsberuhigungen im Bereich der drei Straßen zu installieren.

Außer von den Anwohnern wird der Finkenweg auch für den Besuch des Tennisplatzes genutzt. Nach den Vorstellungen der Anwohner sollte daher vor der Einmündung in die Straßen Meisengrund und Kuckucksweg (an der Tierarztpraxis) eine verkehrsregelnde Maßnahme geschaffen werden – in Form einer Kunststoff-Bodenwelle oder Schikane. Nach Auffassung der Verwaltung besteht dort kein Handlungsbedarf, da die jeweiligen Einfahrten gut ersichtlich seien und dort „rechts vor links“ gilt. Die Verwaltung hält den Einbau solcher verkehrslenkender Maßnahmen im Wohngebiet für problematisch. Erfahrungsgemäß werde vor den Hindernissen stark abgebremst und dahinter stark beschleunigt. Dadurch werde die Lärmbelastung für die Anwohner deutlich erhöht.

Eine Messung in beiden Richtungen am Finkenweg im Kurvenbereich zum Kuckucksweg hatte ergeben, dass sich rund 71 Prozent aller gemessenen Fahrzeuge im tolerablen Bereich bis maximal 35 km/h bewegen, 12 Prozent erheblich zu schnell.

Auch wenn der Kostenaufwand für die Schwellen gering ist: Der Ausschuss wandte sich gegen bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, um nicht einen Präzedenzfall zu schaffen. Es handele sich dort auch nicht um einen Unfallschwerpunkt. VON PAUL GERLACH

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