Ruf nach sicherem Schulweg

Hankensbüttel: Mutter kritisiert Situation am Zebrastreifen

Kian Heinicke beim Überqueren des Zebrastreifens an der Hindenburgstraße in Hankensbüttel.
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Kian Heinicke beim Überqueren des Zebrastreifens an der Hindenburgstraße in Hankensbüttel.

Hankensbüttel – Die Situation für Schüler beim Überqueren des Zebrastreifens an der B 244 in der Hankensbütteler Ortsmitte hat Mona Heinicke nun kritisiert: Die Hankensbüttelerin, Mutter des sechs Jahre alten Kian, der kürzlich an die Karl-Söhle-Schule gekommen ist, hält den Schulweg durch den Ort für nicht sicher.

Das würden auch mehrere andere Eltern ähnlich sehen. Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel sieht durch die Baustelle an der St. Pankratiuskirche aktuell eine „unsägliche, wenn auch zeitlich befristete Situation“, betont aber auch, dass etwas Eigenverantwortung auch stets bei den Eltern und den Kindern liege. .

Heinicke unterstreicht, dass Kian und auch andere Schüler beim Überqueren überfordert seien. Die Verkehrsteilnehmer würden nicht oder zu spät bremsen. Sie empfinde die Situation als gefährlich. Während der Bauarbeiten am Kirchplatz müssten die Schüler momentan über den Aldi-Parkplatz laufen oder direkt an der B 244 entlang. Zudem liege der Parkstreifen am Zebrastreifen ungünstig. Dieser war ursprünglich als Behindertenparkplatz eingerichtet worden, inzwischen finden sich keine entsprechenden Hinweise mehr dort. Wenn dort ein Transporter stehe, so Heinicke, könnten die Kinder am Zebrastreifen nicht oder nur schlecht gesehen werden. Die Fahrer seien dann oft ungeduldig und würden den Kindern schon winken. „Der Schulweg muss sicher sein“, betont sie. So gebe es am B 244-Kreisel auch weiterhin keine Möglichkeit einer Querung für die Kinder, die von der Straße Zum Schackenteich heruntergelaufen kommen.

Ampel eine Option?

Heinicke stellt sich folgende Fragen: Wäre auf der recht engen Bahnhofstraße Tempo 30 statt 50 möglich? Ist der Einsatz von Schülerlotsen (vielleicht Senioren) in den ersten vier Wochen nach dem Schulstart eine Option? Ist eine Fußgängerampel eine Möglichkeit? Oder kann alternativ auf beiden Seiten des Zebrastreifens oben auf den Schildern ein Blinklicht angebracht werden oder sonst „Achtung Schulkinder“-Schilder aufgestellt werden? Bei der Polizei habe man ihr gesagt, dass man sich die Situation in der Ortsmitte mal anschauen wolle. Heinicke findet, dass durch das Einbahnstraßensystem auf der Schulstraße ein verkehrsberuhigter Bereich entstanden ist. Dies könne generell – auch nach den Kita-Bauarbeiten – so bleiben, findet sie.

Rathaus-Chef Taebel ist froh, dass beim Zebrastreifen nun durch die Wolfenbütteler Landesstraßenbaubehörde nachmarkiert wird (das IK berichtete). Mit Blick auf die Baustelle an der Kirche befinde man sich in einer Zwickmühle: einerseits die Sicherheit der Kinder und andererseits die Ortsgestaltung. Die Kinder würden für die Teilnahme am Straßenverkehr geschult. Glücklicherweise sei an der Stelle auch noch nichts passiert.

Zum Parkstreifen sagt der Verwaltungs-Chef, dass Parkplätze im Ortskern gebraucht werden – gerade angesichts des demografischen Wandels könnten nicht überall Parkplätze gestrichen werden. Bekanntlich sei bereits der Parkplatz zwischen dem Gasthaus Zur Linde und dem Elektrogeschäft aufgehoben worden. VON PAUL GERLACH

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