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Hankensbüttel: Mittel gegen Vandalismus am Mahnmal?

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Von: Pascal Patrick Pfaff

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Trafen sich am Mahnmal: Marie Fischer (v.l.), Mirko Rehders, Peter Dietz und Dr. Günter Dickmann.
Trafen sich am Mahnmal: Marie Fischer (v.l.), Mirko Rehders, Peter Dietz und Dr. Günter Dickmann. © Pfaff, Pascal Patrick

Hankensbüttel – Umherfliegende Chipstüten, kaputte Flaschen, demolierte Infotafeln: Das Hankensbütteler Mahnmal an der Steimker Straße ist in der Vergangenheit immer wieder von Unbekannten verunstaltet worden (das IK berichtete). Wie dies eingedämmt werden kann, darüber beriet jüngst der Jugend-, Senioren-, Kultur- und Sportausschuss der Gemeinde Hankensbüttel bei einem Ortstermin. Themen der sogenannten Bereisung waren darüber hinaus auch ein für Volksfeste genutzter Toilettenwagen beziehungsweise ein Zelt sowie die Spielplätze in der Gemeinde.

Eine Friedenstaube für die Gedenkstätte?

Was die Situation am Mahnmal anbelangt, so kamen von Dr. Günter Dickmann Anregungen zur Verbesserung. „Der Turm braucht eine Aufwertung“, so der bestens über die Gedenkstätte und ihre Geschichte informierte Historiker. Er denke dabei an eine metallene oder steinerne Friedenstaube. „Auch die deutsche und europäische Fahne, in den derzeitigen Kriegszeiten vielleicht ebenso jene der Ukraine, kann eine Lösung sein.“ Dickmann hofft, dass diese Symbolik hilft, potenzielle Täter von Vandalismus abzuhalten.

Ob diese Vorschläge auch umgesetzt werden, hängt indes zunächst von Dickmann selbst ab. So soll er laut Ausschussmitglied Elisabeth van Werde einen Antrag stellen, „in dem über das Projekt berichtet wird“. Ein Projekt, dem Thomas Sordel viel abgewinnen konnte: „Möglich ist, dass wir Fahnenmasten und Fahnen auf den Turm bringen. Das ist dann gut von unten zu sehen.“

Patrick Dammann, Abteilungsleiter Bürgerservice bei der Samtgemeinde Hankensbüttel, berichtete indes nicht nur, dass der Bauhof am Mahnmal alle 14 Tage aufräumt. Er machte ebenso auf die Pläne der Verwaltung aufmerksam: „Wir prüfen, ob wir auf dem Gelände Kameras installieren können.“ Einem möglichen Aufbau derartiger Anlagen stehen wiederum Vorhaben gegenüber, die in der Gemeinde eher etwas mit einem Abbau zu tun haben dürften.

Toilettenwagen und Zelt unbrauchbar

So ergab der Besuch auf dem Bauhof, dass ein für örtliche Volksfeste genutztes Zelt aussortiert wird. Wie Dieter Krzykowski aus der Abteilung Planen und Bauen erklärte, habe dies mit dem schlechten Zustand der Plane („sie hat Brandlöcher“) und der fehlenden Standfestigkeit der Tragrohre zu tun. Steffen Gutowski brachte es auf den Punkt: „Durch das ständige Richten verbiegen sie sich – und es wird mit der Zeit nicht besser.“ Das abgängige Zelt soll laut Dammann nun entsorgt werden. „Brauchen wir eines, können wir es auch leihen“, so der Verwaltungsmann, der darüber hinaus den für Ortsfeste eingesetzten mobilen Toilettenwagen als „nicht mehr zu vermieten“ bewertete.

Dammann nahm dabei Bezug auf seinen Kollegen Krzykowski, der dem Vehikel kein gutes Zeugnis ausstellte: „Der Wagen ist von 1981, seine Außenhaut aus Presspappe. Im Winter ist ein Wasseranschluss explodiert. Nun hängt darin ein Wespennest.“ Hinzu kämen einschränkte Funktionen, die eine Ausmusterung nötig mache. Ausschussvorsitzende Marie Fischer: „Wir sind uns einig, uns von dem Wagen zu trennen.“ Möglich, dass er demnächst über das Internet verkauft wird. Diese Idee wurde nämlich im Ausschuss diskutiert.

Keine Nestschaukel für Emmener Spielplatz

Die geplante Bereisung der vier Gemeinde-Spielplätze fand indes nicht statt und wurde von Fischer auf die nächste Sitzung vertagt. Sie orientierte sich dabei an Peter Dietz, der einen solchen Ortstermin „nur bei konkreten Problemen“ für sinnvoll erachtete. Dieser verwies in diesem Zuge darauf, dass 700 Euro für das Sonnensegel auf dem Spielplatz in Emmen bereitstehen: „Der Beschluss ist da. Die Nestschaukel wurde aber gestrichen.“

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