Kombi aus Fuß- und Radweg soll her

Hankensbüttel: Lösung für angespannte Verkehrssituation auf B 244 angepeilt

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Für die angespannte Verkehrssituation in der Hankensbütteler Ortsdurchfahrt soll eine Lösung her: Daher soll jetzt beantragt werden, den Fußweg an der Wittinger Straße (B 244) beidseitig auch für Radfahrer freizugeben.

Hankensbüttel – Der Fußweg an der Wittinger Straße (B 244) in Hankensbüttel soll beidseitig auch für Radfahrer freigegeben werden. Das ist erklärter politischer Wille und wurde jetzt bei einer Nein-Stimme vom Hankensbütteler Rat per Beschluss festgehalten.

Die letztliche Entscheidung darüber liegt allerdings beim Landkreis.

Bürgermeister Dirk Köllner betonte bei der Sitzung, dass Radfahrer dann natürlich auch weiterhin die Fahrbahn nutzen können. Mit der Freigabe wolle es man aber beispielsweise älteren Mitbürgern erleichtern, sicher per Drahtesel zur Arztpraxis zu gelangen. Gegenseitige Rücksichtnahme von Radlern und Fußgängern sei auf den Fußwegen selbstverständlich angezeigt. „Es wird neue Möglichkeiten eröffnen“, ist der Bürgermeister überzeugt.

Bedenken meldete Ingrid Wrede (FDP) an. „Ich sehe es als schwierig an.“ Dort seien schließlich allerhand Fußgänger unterwegs. Es gebe daher nicht viel Hoffnung für eine Genehmigung. Sie würde es stattdessen begrüßen, wenn die Straße wie in Bad Bodenteich mit weißen Streifen für die Radfahrer ausgestattet werden würde. Voraussichtlich sei das Parkproblem an der Bundesstraße dann „auch nicht mehr so extrem“.

Reinhard Weißmann (WIH) machte sich dafür stark, nicht nur die Wittinger Straße zu betrachten, sondern den Radverkehr als Ganzes in der gesamten Ortsdurchfahrt – bis zu den Tankstellen am Ortsausgang. Es gelte ein Gesamtpaket für die Sicherheit der Radler im Ort zu schnüren. Irmingard Dyszak (WIH) sieht eine gleichzeitige Nutzung der beiden Wege durch Fußgänger und Radler kritisch.

Die von Wrede vorgeschlagenen Schutzstreifen auf der Fahrbahn hält Christian Speitling (CDU) für problematisch. „Die Wittinger Straße würde dann zur Rennstrecke und wir würden dann auch Parkraum vernichten.“ Er sei dafür, die Nutzung als Radweg auszuprobieren und sie bei Erfolg in der Ortsdurchfahrt fortzusetzen. „Man nimmt sonst Parkmöglichkeiten“, stimmte ihm seine Fraktionskollegin Elisabeth van Werde zu.

Peter Dietz (Grüne) zeigte sich überzeugt, dass versierte Radfahrer weiter direkt auf der Straße fahren werden. „Wir sollten eine gleichzeitige Nutzung beantragen. Der Landkreis wird das Ganze dann abwägen und entscheiden.“ Es gebe definitiv einen erhöhten Handlungsbedarf an der B 244, betonte Peter Dierks (CDU), der den ursprünglichen Antrag für die Nutzung als Radweg gestellt hatte (das IK berichtete). Die beidseitige Freigabe für Radler an der Oerreler Straße habe sich bewährt.

Köllner sagte: „Wir sollten es versuchen.“ Das Ganze sei ja nicht in Stein gemeißelt und könne auch wieder rückgängig gemacht werden. „Die Leute werden da parken – so oder so.“ Dass Hankensbüttel „Riesenverkehrsprobleme“ habe, sehe er aber nicht.

VON PAUL GERLACH

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