„So etwas soll nicht passieren“

Hankensbüttel: Löschübung bei Exxon Mobil – Einsatzkräfte proben Abläufe

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Bei der Übung in Hankensbüttel wurde eine Verpuffung mit anschließendem Brand nach Wartungsarbeiten im Bereich des Öllagerbehälters simuliert. 

Hankensbüttel – Ein Löschangriff mit zwei Brandabschnitten sowie die Rettung von Verletzten wurden am Dienstagabend in Hankensbüttel trainiert.

Über das Übungsszenario auf dem Betriebsgelände von Exxon Mobil an der Elwerathstraße sagte Michael Sachtleben, als Assistant Leadman Field and Plant für den Betriebsplatz zuständig: „So etwas soll nicht passieren. “ Daher werde mit entsprechend hohen Sicherheitsstandards gearbeitet.

Simuliert wurde eine Verpuffung mit anschließendem Brand nach Wartungsarbeiten im Bereich des Öllagerbehälters. Fünf Exxon-Beschäftigte wurden durch die Druckwelle der Verpuffung und das sich ausbreitende Feuer „verletzt“. Sie wiesen Brandverletzungen und einer einen Knochenbruch auf. Zwei befanden sich in einem kritischen Zustand.

Mit viel Wassereinsatz wurden die Behälter gekühlt. Rund 100 Einsatzkräfte von der Feuerwehr und dem DRK waren beteiligt, ebenso Exxon-Mitarbeiter.

Die Tanks auf dem Gelände wurden durch die Einsatzkräfte mit viel Wassereinsatz gekühlt. Die Einsatzleitung hatte die Hankensbütteler Wehr rund um Ortsbrandmeister Christian Speitling sowie Jan Duensing von Exxon Mobil inne. Im Einsatz waren zwei Züge der Gemeindefeuerwehr (1. Zug: Hankensbüttel, Schweimke, Wierstorf; 4. Zug: Emmen, Wentorf, Oerrel)) und die Schnelleinsatzgruppe (SEG) der DRK-Bereitschaft Nord. Exxon Mobil war mit zehn Mitarbeitern vertreten. Insgesamt beteiligten sich rund 100 Personen an der großen Übung.

Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) der DRK-Bereitschaft Nord kümmerte sich um die fünf „Verletzten“ sowie im Anschluss um die Versorgung aller Übungsteilnehmer.

Nach dem Ende der Übung wurde das verwendete Material durch zwei eigens angereiste Kräfte der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus Gifhorn ausgetauscht und die Atemluftflaschen wiederaufgefüllt. Die Übungen in Hankensbüttel finden einmal im Jahr statt, dieses Mal fiel sie etwas größer aus. Auf diese Weise können sich die Feuerwehrleute mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut machen. „Die Übung ist positiv gelaufen“, zog Sachtleben für Exxon Mobil als Fazit.

Auch Ortsbrandmeister Speitling zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden. „Die Führungsstruktur hat so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Das Übungsziel sei voll erreicht worden. Die Wasserversorgung habe geklappt, die Leistungsfähigkeit des Personals und der Ausstattung habe überprüft werden können. Auch Oliver Martens von der SEG fand, dass der Einsatz „im Großen und Ganzen“ funktioniert habe. Die acht DRK-Helfer, darunter ein Notfall- und zwei Rettungssanitäter, hätten sich schnell sammeln können. „Für unsere Premiere hier ist es gut gelaufen.“ Einige Knackpunkte würden im Nachhinein noch nachgearbeitet.

VON PAUL GERLACH

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