Drei Schüler nehmen Notbetreuung in Anspruch

Hankensbüttel: Leere Klassenzimmer am Gymnasium

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Am Gymnasium fällt derzeit der Unterricht aus. Die Notbetreuung wird – Stand gestern – von drei Schülern genutzt, dafür sind drei Lehrer neben der Schulleitung vor Ort. Ein Großteil der Lehrer arbeitet von zuhause aus.

Hankensbüttel – Wo sonst ein geschäftiges Treiben wie im Bienenstock herrscht, regieren nun Stille und leere Klassenzimmer: Die Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie sorgen am Hankensbütteler Gymnasium für einen Ausnahmezustand.

Schulleiterin Cornelia Röhrkasten hält im Wechsel mit ihrer Stellvertretung die Stellung. Ebenso wie drei ihrer Kollegen, die sich um die – Stand gestern – drei Schüler kümmern, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen. Eine größere Zahl hatte Röhrkasten auch nicht erwartet: Die Betreuung der Schüler werde offenbar privat organisiert, oft seien die Eltern(teile) auch selbst zuhause.

Da entsprechend nicht der große Betreuungsbedarf besteht, können laut Röhrkasten viele der Lehrer von zuhause aus arbeiten. Ausgenommen von der Verpflichtung zur Notbetreuung seien auch Lehrkräfte, die 60 Jahre oder älter sind, Vorerkrankungen aufweisen, schwerbehindert oder schwanger sind.

Die Notbetreuung wird flexibel in die Wege geleitet, insbesondere bei Härtefällen, betont die Schulleiterin. So werde das Ganze seitens der Schule nicht nur auf die Kinder von Beschäftigten aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin, öffentliche Sicherheit sowie Daseinsvorsorge beschränkt. Dementsprechend könnten noch Schüler dazukommen oder auch die jetzigen drei plötzlich wegfallen, wenn der Bedarf nicht mehr bestehen sollte.

„Insgesamt ist aber nun alles geregelt. Wir schauen und reagieren. Alle passen auf“, sagt die Schulleiterin. Nach einem Treffen am gestrigen Montag steht laut Röhrkasten nun auch der Dienstplan bis nach den Osterferien. Das habe im Kollegium für Sicherheit gesorgt. Am 20. April soll der Schulbetrieb bekanntlich wieder aufgenommen werden. Die Lehrer halten indes über den Schulserver IServ den Kontakt – untereinander und mit der Schule, sodass sie jederzeit abrufbar sind. Homeoffice ist also angesagt. Nach dem stressigen Freitag, als die Schulschließungen frisch verkündet worden waren, hat es laut Röhrkasten weitere Infos seitens der Landesschulbehörde gegeben. So dürfen – aber nicht müssen – jetzt die Schüler mit Arbeitsmaterial versorgt werden. So kann jeder, der möchte, etwas tun. Die Lehrer dürfen über IServ auch mit ihren Schülern kommunizieren.

VON PAUL GERLACH

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