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Hankensbüttel: Jörn Hüsemann ist nun neuer Schützen-Chef

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Von: Burkhard Ohse

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Christian Hawellek (l.), Präsident der Schützengesellschaft Hankensbüttel-Isenhagen, und sein Nachfolger Jörn Hüsemann.
Christian Hawellek (l.), Präsident der Schützengesellschaft Hankensbüttel-Isenhagen, gab sein Amt nun ab und hängte seinem Nachfolger Jörn Hüsemann die Präsidentenkette um. © Ohse, Burkhard

Hankensbüttel – Nach zwölf Jahren an der Spitze der Schützengesellschaft Hankensbüttel und Isenhagen hat Christian Hawellek das Zepter des Präsidenten in die Hände von Jörn Hüsemann gegeben. Bei der Jahreshauptversammlung am Samstagabend auf dem Wiethorn wurde der scheidende Vorsitzende mit stehendem Applaus aus seinem Amt verabschiedet.

Viel Lob für Hawellek

„Jeder hätte etwas über dich sagen können“, sagte Hüsemann nach seiner einstimmigen Wahl, nachdem einige der Mitglieder aufgestanden waren und Worte zur Amtszeit ihres nun ehemaligen Präsidenten gesagt hatten. Doch das hätte zu lange gedauert. Das, was angebracht wurde, stand bereits stellvertretend. „Du hast ein großes Stück deines Herzens für die Schützengesellschaft gegeben, du bist ins kalte Wasser gesprungen, du hast immer einen guten Weg gefunden, du warst ein wortgewandter Präsident, du hattest das große Ganze im Blick, du konntest ausgelassen feiern, du hast dir nie die Butter vom Brot nehmen lassen, du warst Teil einer echten Schützenfestfamilie“ – das ist ein Ausschnitt aus dem Lob, das Hawellek zuteil wurde.

Zudem wurden seine Verdienste um das Wiethorn, von Baumaßnahmen bis zur Digitalisierung, hervorgehoben. In das Schützenhaus wurde während seiner Amtszeit rund eine halbe Million Euro investiert.

Viele Veränderungen, viele Baumaßnahmen

Die Gründungen des Wiethorn- und des Traditionsausschusses gingen ebenfalls auf seine Initiative zurück. Zuletzt hatte Hawellek mit der „Gleichstellung“ für eine große Neuerung gesorgt. Seit dem letzten Jahr dürfen auch weibliche Mitglieder die Majestätswürden erringen, was gleich bei den Kindern und bei den Jungschützen von den Damen in Anspruch genommen wurde.

Hüsemann ließ die Amtszeit Hawelleks chronologisch Revue passieren. Nach der Wahl zum Präsidenten 2011 gab es gleich im Jahr darauf die erste Baustelle auf dem Wiethorn. 2013 wurde Hawellek Schützenkönig und im Februar 2020 zusätzlich Vorsitzender des KSV, bevor es wegen der Pandemie in den ersten Lockdown ging.

Immer wieder Baumaßnahmen prägten neben dem alltäglichen Vorstandsgeschäft und den Schützenfesten seine Amtszeit, doch auch außerhalb dieser Aufgaben hatte Hawellek Erfolg. So brillierte er außer an der Schützenscheibe auch beim Bierpong.

Dass er immer die richtigen Worte gefunden hatte, wurde schon bei seinem Beinamen als Schützenkönig deutlich. Als „Christian, der Redegewandte“ regierte er, aber es hätte auch „der Familienbewusste“ sein können. Denn seine Frau Stefanie und seine Kinder sind ebenso in den Verein eingebunden wie er. Insgesamt, so Hüsemann, habe Hawellek die Schützengesellschaft sicher für die Zukunft aufgestellt, vor allem durch die Tatsache, dass nun jedes Mitglied die Königswürde erringen kann.

Neue Wege des Schießsports

Hawellek selber hatte am Ende seines Jahresberichts gesagt, dass sich während seiner Amtszeit beim Brauchtum viel verändert habe. So gibt es nun eine Bogensportsparte, und auch Blasrohrsport ist im Verein angekommen. Die Förderung der Musik und der musikalischen Jugendarbeit sind als weitere Vereinsziele in die Satzung aufgenommen worden. „Macht so weiter“, appellierte Hawellek und beendete seine Rede mit Darwin, gleichsam ein Wink für die Zukunft. „Die, die sich am besten an die Veränderungen anpassen, werden überleben.“

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