Kreativ in Corona-Zeiten

Gymnasium in Hankensbüttel: Schüler bauen Skulpturen aus Schnee

Ein auf dem Kopf stehender Schneemann mit einem Blecheimer als Kopf und Gummistiefeln an den Füßen.
+
Das ist der Beitrag von Anton Schmidt aus der Klasse 7F1.
  • Florian Schulz
    vonFlorian Schulz
    schließen

Das Lehrer-Ehepaar Antje und Thomas Krummel vom Hankensbütteler Gymnasium hat seine Schüler Schneeskulpturen bauen lassen. Die Idee kam sehr gut an.

Hankensbüttel - Auch in Zeiten des Home-Schoolings kann man durchaus mal kreativ sein. Die Schülerinnen und Schüler pauken in Zeiten des Lockdowns vor dem eigenen Laptop. Das kann auf Dauer durchaus auch mal eintönig, teilweise anstrengend werden. Dieser Tatsache war sich auch das Lehrer-Ehepaar Krummel am Hankensbütteler Gymnasium bewusst. Mit ihrer durchaus interessanten Idee stießen sie auf Begeisterung bei den Kindern.

Diese kreative Idee hatte Joel Ruck aus der Klasse 7F1.

Doch worum genau geht es? „Meine Frau Antje hatte die Idee, ihrer siebten Klasse die Aufgabe zu geben, an der frischen Luft eine Schneeskulptur zu bauen. Diese habe ich dann quasi für meine siebte und achte Klasse geklaut“, berichtet Thomas Krummel. Der Hintergedanke: „Die Kids gehen auch mal vor die Tür und toben sich aus. Zudem können sie eigene Ideen entwickeln und kreativ sein“, wie Krummel erklärt. Während es für die siebten Klassen einzig darum ging, eine Schneeskulptur – beispielsweise auf dem eigenen Hinterhof und durchaus auch mit Hilfe der Eltern oder Geschwister – zu erbauen, hatte der Lehrer für seine achte Klasse für das Fach Physik noch eine zusätzliche Aufgabe parat. Mit dem Thema „Feuer und Eis“ sollten die Schüler nämlich der erbauten Figur noch etwas dazu Passendes hinzufügen – beispielsweise eine Kerze.

Das Werk von Josie-Fay Failla aus der Klasse 8L1 hat einen künstlerischen Anstrich.

Das Ehepaar Krummel ging mit seiner Idee natürlich frühzeitig auf die Schulleitung zu und traf dort auf Begeisterung. „Normalerweise ist es ja momentan so, dass sich die Schülerinnen und Schüler im Homeoffice vieles selbst beibringen müssen. Sie bekommen zwar Aufgaben, doch es ist natürlich schwierig, wenn sie Fragen an die Lehrer haben. Da eignet sich ein direktes Gespräch natürlich weitaus besser“, weiß Thomas Krummel.

Jule Marie Jördens aus der Klasse 7F1 hat einen lustigen Schneemann gebaut.

Um auch mal die Gelegenheit zu erhalten, vor der eigenen Haustür sowohl geistig als auch körperlich tätig zu werden, kam die Schneeskulptur-Idee gerade recht. Es bot sich bei den Schneemassen auch förmlich an. „Bestimmte Kriterien gab es eigentlich nicht, doch man muss sagen, dass alle Schülerinnen und Schüler prima mitgemacht haben und teilweise richtig tolle Sachen herauskamen. Bei um die 40 Teilnehmern war es aber natürlich schwierig, eine konkrete Bewertung vorzunehmen“, verrät Krummel. Noten waren von vornherein nicht vorgesehen. „Die Kinder waren richtig begeistert und haben sich richtig reingetüftelt“, stellte der Lehrer nach Ansicht der Bilder fest.

Julian Seewald aus der Klasse F8L1 hat seinem Schneemann Teelichter in die Hände gelegt.

Die nächste Idee war, die entstandenen Fotos der Öffentlichkeit vorzustellen. Mittlerweile ist die Aktion beendet, zumal der Schnee ja langsam, aber sicher taut. Zumindest am Hankensbütteler Gymnasium hatte es so etwas übrigens noch nie gegeben. „Wir hatten ja in den letzten Jahren auch kaum Schnee, dazu auch keinen Lockdown“, so Thomas Krummel.

Lara Lampe aus der Klasse 8L1 hat eine Seifenblase eingefroren und so ein Kunstwerk geschaffen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare