Samtgemeinde: Hankensbütteler Sozialausschuss spricht sich für Anpassung aus

Hankensbüttel: Grünes Licht für neue Friedhofssatzung

Die Samtgemeinde Hankensbüttel – hier der Friedhof in Emmen – soll eine neue Friedhofssatzung bekommen.
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Die Samtgemeinde Hankensbüttel – hier der Friedhof in Emmen – soll eine neue Friedhofssatzung bekommen.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Der Sozialausschuss der Samtgemeinde Hankensbüttel hat jetzt einstimmig dem Samtgemeinderat empfohlen, dass eine neue Friedhofssatzung für die Samtgemeinde beschlossen werden soll.

Die derzeit gültige Satzung, rechtskräftig seit 2009, soll aufgrund grundlegender gesetzlicher Änderungen und notwendiger Anpassungen überarbeitet werden.

Zu den Änderungen in der Satzung gehört, dass Särge, Sargausstattungen und Sargabdichtungen nicht aus Kunststoffen oder sonstigen nicht verrottbaren Werkstoffen hergestellt sein dürfen. Urnen, die in der Erde beigesetzt werden, müssen aus ebenfalls leicht abbaubarem Material bestehen.

Die Gräber werden von externen Firmen ausgehoben und wieder befüllt. Die Ruhezeit beträgt auf allen Friedhöfen bei Erdgräbern 25 Jahre und bei Urnengräbern 20 Jahre. Nach Ablauf des Nutzungsrechtes von 25 Jahren bei Reihengräbern fallen diese der Samtgemeinde wieder zu. Eine Verlängerung des Nutzungsrechtes ist bei Reihengrabstätten nicht möglich.

Für Grabmale dürfen nur Natursteine, Kunststeine, Holz, Metall, Schmiedeeisen sowie geschmiedete oder gegossene Bronze verwendet werden. Alle anderen Materialien sind nicht zugelassen. Findlinge sind bis zu einer Größe von 0,5 Kubikmetern zulässig. Sie dürfen keinen Sockel haben. Denkmale aus anderen Materialien sowie künstlerisch bearbeitete Grabmale aus Naturstein bedürfen einer Sondergenehmigung.

Das Anbringen eines Fotos auf dem Grabmal ist zulässig, wenn es die Größe von 11 mal 16 Zentimetern nicht überschreitet. Für Schriften, Ornamente und Symbole dürfen keine Signalfarben sowie Beton, Glas, Kunststoffe und Papier verwendet werden. Grabmale dürfen nur durch anerkannte Fachbetriebe errichtet werden. Die Standsicherheit der Grabmale wird jährlich durch die Samtgemeinde beziehungsweise deren Beauftragte überprüft.

Der Samtgemeinderat entscheidet am heutigen Mittwoch über die Neufassung der Satzung.

pg

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