Mit Lebensmitteln versorgt bleiben

DRK Hankensbüttel und Gemeinde Steinhorst wollen Einkäufe erledigen

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Wer seinen Mitmenschen helfen möchte, wie etwa durch Einkäufe, sollte bei der Übergabe der Lebensmittel besonders vorsichtig sein.

Hankensbüttel/Steinhorst – Der DRK-Ortsverein Hankensbüttel bietet bis auf Weiteres einen Einkaufsdienst für Menschen, die unter Quarantäne stehen, an. Das Angebot gilt für die Gemeinden Hankensbüttel, Obernholz und Dedelstorf.

DRK-Ortsvereinsvorsitzender Sven Mayerhofer erklärt auf IK-Anfrage: „Man teilt uns mit, was gebraucht wird. Beim Einkaufen werden die Helfer oder ich Handschuhe tragen. Auch Bargeld kommt nicht infrage, daher erfolgt der Einkauf über einen Kredit bei Edeka.“

Anschließend werden die Besorgungen vor der Haustür abgestellt. Auf einem Zettel können die Betroffenen dann sehen, wie viel sie überweisen müssen. Manche Dinge, wie Alkohol und Tabak, werden nicht geliefert.

„Toilettenpapier horten ist sinnlos“

Mayerhofer rechnet nicht mit einer besonders großen Nachfrage, da viele in Quarantäne bereits von Freunden oder Familie unterstützt werden. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, kann das ehrenamtliche Angebot jedoch gerne in Anspruch nehmen. Und weist noch einmal daraufhin: „Dinge wie Toilettenpapier zu horten ist sinnlos. Es werden weiterhin Waren produziert und ausgeliefert.“

Auf längere Sicht wird das DRK Hankensbüttel das Angebot aber nur aufrechterhalten können, wenn sich freiwillige Helfer unter 60 Jahren zur Verfügung stellen.

Wer unter Quarantäne steht und keine andere Möglichkeit hat, sich Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs oder Medikamente liefern zu lassen, kann sich unter der Nummer (0170) 30 59 22 0 (von 10 bis 18 Uhr) an den Ortsverein wenden.

Gemeinde Steinhorst sucht Unterstützer

Auch die Gemeinde Steinhorst möchte Menschen unterstützen, die ihre Wohnung nicht verlassen können – insbesondere diejenigen mit Vorerkrankungen, sowie alte Menschen.

Nicht alles lässt sich erledigen, ohne die eigene Wohnung zu verlassen – etwa Einkaufen gehen oder Medikamente abholen. Bürgermeister Klaus-Hinrich Singer hat sich in einem Brief an die Bürger gewandt: „Wir würden uns freuen, wenn sich bevorzugt junge Menschen bereit fänden, solche Dinge für Mitbürger zu erledigen, die einem besonderen Risiko unterliegen.“

Die Gemeinde würde dieses Angebot gerne koordinieren. Wer zu einer Risikogruppe gehört, kann sich telefonisch unter (05148) 275 vormittags im Gemeindebüro melden, alternativ per E-Mail unter gemeinde.steinhorst@t-online.de.

Singer appelliert: „Wenn Sie also einer Risikogruppe angehören: Überwinden Sie Ihren Stolz und die Scheu und melden sich. Wer bereit ist, Mitmenschen zu helfen, meldet sich bitte, gerne auch per WhatsApp direkt bei mir oder anderen Ratsmitgliedern. Wir sind auf ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage angewiesen.“

Singer weist daraufhin, dass bei Kontakten wie der Übergabe von Lebensmitteln und Geld, unbedingt die Hygieneregeln eingehalten werden sollten.

VON MAX A. MORRISON

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