Zwei Ankreuzoptionen fehlen

Hankensbüttel: Fehler auf den Stimmzetteln

Fehlerhafter Stimmzettel bei der Hankensbütteler Gemeinderatswahl.
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Durch zwei fehlende Ankreuzmöglichkeiten auf den Stimmzetteln - bei der Gemeinderatswahl (im Foto) und bei der Samtgemeinderatswahl - sind in der Samtgemeinde Hankensbüttel knapp 700 Wahlscheine ungültig geworden.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Nach dem Ärger um die Wahlplakate-Größe (das IK berichtete) fällt erneut ein Schatten auf die „Vor-Wahl-Zeit“ in der Samtgemeinde Hankensbüttel: Knapp 700 durch die Verwaltung bereits zugeschickte Briefwahlunterlagen sind ungültig geworden.

Die Samtgemeinde Hankensbüttel musste gestern zähneknirschend mitteilen, dass sich in den bereits gedruckten und ausgelieferten Stimmzetteln für die Samtgemeinderatswahl und für die Gemeinderatswahl ein Fehler eingeschlichen hat. Unglücklich: Bei jeweils einem Bewerber fehlen die Ankreuzmöglichkeiten auf dem Stimmzettel. Nach Auskunft aus der Verwaltung ist bei der Gemeinderatswahl CDU-Kandidat Dirk Schmidt (Listenplatz 9) betroffen, bei der Samtgemeinderatswahl SPD-Kandidat Janith Lemmermann (Listenplatz 12).

„Es handelt sich um einen bedauerlichen Fehler beim Erstellen des Stimmzettels, der trotz mehrfacher Prüfung nicht aufgefallen ist“, heißt es aus dem Rathaus. Für die Unannehmlichkeiten entschuldige man sich.

Der Briefwahlversand wurde umgehend gestoppt. Zum Hintergrund: Die fehlerhaften Stimmzettel wurden in der Samtgemeinde bereits an Wahlberechtigte ausgegeben, die Briefwahlunterlagen beantragt hatten. Wichtig zu wissen: Falls Wahlberechtigte im Samtgemeindegebiet bereits per Briefwahl ihre Stimme abgegeben haben, wird die Stimmabgabe auf den betroffenen Stimmzetteln ungültig. Wer seine Briefwahlunterlagen schon wieder abgegeben hat, meldet sich daher umgehend unter (05832) 8350, (05832) 8352 oder per E-Mail an info@sg-hankensbuettel.de. Mit dem Einverständnis des Wählers wird der Wahlschein als ungültig erklärt, man erhält die Unterlagen erneut zugeschickt. Dadurch wird der Fehler behoben und die Stimme gültig. Dafür bleibt – Glück im Unglück – bis zu den Wahlen am 12. September noch Zeit. Wahlberechtigte, die ihre Briefwahlunterlagen erhalten haben, aber bei denen noch keine Stimmabgabe erfolgt ist, können die betroffenen Stimmzettel durch Vorlage ihres Wahlscheines austauschen.

Was die Behebung der Fehler kostet, ist noch unklar. Patrick Dammann, Abteilungsleiter Bürgerservice, sagte gestern, dass die Rücklaufquote von betroffenen Wahlscheinen „hoch“ sei, viele Leute hätten sich bereits gemeldet.

• Aufgrund des erneuten Drucks der Stimmzettel hat das Briefwahllokal im Rathaus erst wieder ab Dienstag, 31. August, geöffnet. Dort kann man auch vor Ort direkt wählen.

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