Landschaftsarchitektin stellt Ideen für neue Angebote vor

Hankensbüttel: Ein Familientreff im Musental

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Das Ideenkonzept zur Neugestaltung des Bachwanderwegs.

Hankensbüttel – Bereits 2016 wurde im Rahmen der Städtebauförderung Geld für die Neugestaltung des Hankensbütteler Bachwanderwegs bis zum Grillplatz beantragt. 500.000 Euro sind jetzt dafür genehmigt.

Hankensbüttel – Bereits 2016 wurde im Rahmen der Städtebauförderung Geld für die Neugestaltung des Hankensbütteler Bachwanderwegs bis zum Grillplatz beantragt. 500.000 Euro sind jetzt dafür genehmigt. Ein Ideenkonzept des Projekts „Familientreff im Musental“ stellte Landschaftsarchitektin Christine Baron-Lütje vom Planungsbüro Bolle & Baron-Lütje dem Gemeinderat vor.

Der Bach soll besser zur Geltung kommen und in das Konzept mit einbezogen werden. Denn der Ort bedarf als Luftkurort weiterer Konzepte. „Auf dem betreffenden Gebiet bestehen bereits etliche Nutzerangebote für verschiedene Gruppen“, stellte Baron-Lütje fest. Jedoch seien einige dieser Angebote sanierungsbedürftig. Vorhandendes solle aufgegriffen und weiterentwickelt werden, sodass das gesamte Areal attraktiv für die Bürger und Touristen sei.

Dazu habe sie eine Neuordnung der Flächen angedacht, die Angebote sollen übergeordnet verbunden werden, sodass es von der Ortsmitte bis zum Otter-Zentrum etwas gebe. „Bisher ist der Bach als solcher nicht unmittelbar erlebbar“, sagte die Landschaftsarchitektin. Für einen Bachwanderweg müsse dieser besser wahrgenommen werden. „Es ist vieles vorhanden, ein Bolzplatz mit Rodelberg, eine Wohnmobilentsorgungsstation, allerdings ist alles nur aneinandergereiht, ohne Bezug.“ Manche Angebote konkurrierten. So stehe die Grillhütte für Feiern, das Wassertretbecken gleich daneben eher für Ruhe. Eine Neuordnung der Angebote sei daher notwendig.

Insgesamt solle das Gebiet derart umgestaltet werden, dass die Nutzungsintensität von der Ortsmitte zum Otter-Zentrum hin abnimmt. Auf dem Areal des Bolzplatzes könne außerdem eine Fläche für Streetball für Trendsportanlagen eingerichtet werden, mit der Option, im Winter eine Eisfläche zu erstellen. Der Rodelberg könne dahingehend umgestaltet werden, dass er im Sommer als Naturamphitheater nutzbar sei. Beim Bacherlebnis seien eine Hangelbrücke, eine Tarzanschaukel oder Querungssteine denkbar.

Das alles, so betonte Baron-Lütje, seien bisher lediglich Ideen ohne Rücksicht auf die Machbarkeit. „Zu dem Thema können sich nun alle Gedanken machen, auch die Bürger“, ergänzte der stellvertretende Bürgermeister Hinrich Schulze (CDU). „Es muss da etwas passieren“, forderte Klaus-Peter Dierks (CDU) einen Beginn von Bauarbeiten im kommenden Jahr. „Eventuell muss man das in Abschnitten erstellen, da wir auch kofinanzieren müssen.“ Einstimmig votierte der Rat dafür, die Ideen in den Fraktionen und Gremien zu besprechen.

VON BURKHARD OHSE

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