Neues KOMM-Netzwerk will Interessierte zur Mitarbeit bewegen

Hankensbüttel: Einsatz vor Ort für den Klimaschutz

Schatzmeister Heinz Friedel (l.), Hündin Hope und Vorsitzender Erik Grote bei der ersten öffentlichen Versammlung des neuen KOMM-Netzwerkes im Hankensbütteler Quasimodo. Der Verein will vor Ort Klimaverbesserungen erreichen.
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Schatzmeister Heinz Friedel (l.), Hündin Hope und Vorsitzender Erik Grote bei der ersten öffentlichen Versammlung des neuen KOMM-Netzwerkes im Hankensbütteler Quasimodo. Der Verein will vor Ort Klimaverbesserungen erreichen.
  • Paul Gerlach
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Hankensbüttel – Lokal die Welt verändern: Das ist das große Ziel des KOMM-Netzwerkes, das sich im April 2018 gegründet hat und am Donnerstagabend zu seiner ersten öffentlichen Versammlung im Hankensbütteler Quasimodo zusammenkam.

Mit Projekten vor Ort – gemeinsam mit Interessierten – will der gemeinnützige Verein Klimaverbesserungen herbeiführen.

KOMM steht als Abkürzung für Klima, Orientierung, Mensch, Mobilität. „Gleichzeitig ist es als Aufforderung gemeint, bei uns mitzuhelfen. Viele helfen vielen“, sagt der Vorsitzende Erik Grote aus Wierstorf. Seine Mitstreiter und er laden Interessierte – ob jung oder alt – ein, zu den Treffen der neuen Gruppe zu kommen. Diese finden einmal im Monat – am ersten Donnerstag nach dem 10. des Monats – ab 19.30 Uhr statt. Und zwar an wechselnden Orten – mal in Hankensbüttel oder auch mal in Gifhorn –, um in der Region bekannt zu werden.

KOMM setzt auf ein ganzes Bündel von Maßnahmen: Lastenräder sollen gebaut, verliehen und genutzt werden, um in Kooperation mit dem lokalen Einzelhandel dessen Kundschaft einen Lieferservice anzubieten. In einem Kleider-Karussell soll gut erhaltene Kleidung getauscht und geteilt statt gekauft und weggeworfen werden. Unter Anleitung sollen Flächen mit öffentlichen Gärten bestellt werden („Garten für jedermann“).

Über den Umgang und die Vermeidung von Müll soll informiert werden. Geplant sind auch ein Reparatur-Café und ein Begegnungszentrum. Dabei sollen auch Geflüchtete und sozial benachteiligte Bürger eingebunden werden. Zudem wird auf die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Hankensbüttel zugegangen. Denn Grote kann sich vorstellen: „Mitfahrbänke – wie etwa in der Samtgemeinde Brome – könnten hier auch funktionieren.“ Nachbarschaftshilfe, etwa beim Einkaufen, sei ebenfalls ein wichtiger Punkt, betont Kerstin Firus.

„Wir wollen weg von der Wegwerf-, Plastik- und Konsumgesellschaft“, hält Mathias Papke fest. Schatzmeister Heinz Friedel ergänzt: „Es ist wichtig, in Generationen zu denken.“ Kinder müssten wieder mehr in die Natur hinaus, um diese zu erleben.

KOMM hat sich auf den Förderaufruf „Kurze Wege für den Klimaschutz“ – eine Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit – beworben. Eine Rückmeldung steht noch aus. Auch mit dem Regionalverband Großraum Braunschweig, der den Masterplan 100% Klimaschutz verfolgt, soll laut Firus ein enges Netzwerk aufgebaut werden. „Viele unserer geplanten Projekte sind förderbar“, sagt Grote.

• Das Netzwerk dient zur Integration und Förderung des Zusammenlebens von Menschen. Spenden gehen an KOMM Netzwerk, IBAN: DE07 2695 1311 0161 8468 86, BIC: NOLADE21GFW (Konto bei der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg). Nähere Informationen zu dem Netzwerk erteilt Erik Grote unter (05832) 5969676 oder per E-Mail an KOMM-Netzwerk@web.de. Eine Homepage ist in Planung.

VON PAUL GERLACH

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