„Spitzen kann man nie verhindern“ / Noch Beratungsbedarf

Hankensbüttel: 63.000 Euro gegen Wassermassen?

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Hochwasserschutz in Hankensbüttel: Am Ende könnte ein Gesamtkonzept für das Gemeindegebiet stehen. Dafür müsste eine Menge Geld in die Hand genommen werden (siehe Fotos). Die Fraktionen sehen daher noch Beratungsbedarf. „Wir müssen uns das ansehen“, unterstreicht Bürgermeister Dirk Köllner die Bedeutung des Vorhabens. 

Hankensbüttel – Starkregen setzt Hankensbüttel immer mal wieder zu und sorgt für Überschwemmungen im Ort, unvergessen sind besonders die Sturzbäche im Mai 2017 (das IK berichtete).

Die Uelzener Straße und das Gebiet an der Masch kanalisieren Unmengen von Regenwasser, das von den Hängen im Norden und Westen des Ortes strömt. Daher gibt es in der Politik gerade Überlegungen, was man in Sachen Hochwasserschutz unternehmen kann. Am Ende könnte ein Gesamtkonzept für das Gemeindegebiet stehen – für das Kosten von insgesamt 63.000 Euro veranschlagt werden.

Dirk Köllner, Bürgermeister

„Das müssen wir uns ansehen. Dabei werden einige Möglichkeiten für Verbesserungen aufgezeigt“, sagte Bürgermeister Dirk Köllner jetzt im Gemeinderat über das Konzept, das Andreas Peters, Geschäftsführer beim Ingenieurbüro Heidt und Peters, Ende Januar dem Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss zum Schutz gegen Überschwemmungen vorgelegt hatte. Spitzen könne man angesichts der Niederschlagsmengen „nie verhindern“, ist sich Köllner bewusst. „Sonst müssten wir hier Deiche wie an der Nordsee errichten.“

Zur weiteren Vorgehensweise sagte der Bürgermeister, dass nun alle Ratsleute die Kosten der vorgeschlagenen Gegenmaßnahme kennen. „Daher können wir uns jetzt beraten und dann eventuell das Konzept umsetzen.“ Das Vorhaben wurde zunächst auf den einstimmigen Beschluss des Gemeinderates hin in die Fraktionen zurückverwiesen. Es soll dann in der nächsten Ausschusssitzung beraten werden.

Durch das Konzept sollen zum einen die Spitzenabflüsse gekappt und zum anderen die Abflusszeit der Wassermassen künstlich gestreckt werden.

VON PAUL GERLACH

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