Zweistelliger Millioneninvest angepeilt 

Pläne für Seniorenwohnen in Hankensbüttel

Ein älteres Ehepaar sitzt in einer Wohnung auf der Couch und beschäftigt sich mit einem Tablet.
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Es geht um einen zweistelligen Millioneninvest: An der Oerreler Straße in Hankensbüttel sollen auf dem Gelände neben Carsten Kuttner Kälte- und Klimatechnik 61 barrierefreie Seniorenwohnungen geschaffen werden.
  • Paul Gerlach
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Hankensbüttel – Sowohl das Gebäudevolumen als auch der finanzielle Rahmen sind beeindruckend: In Hankensbüttel sollen an der Oerreler Straße auf dem Gelände neben Carsten Kuttner Kälte- und Klimatechnik 61 barrierefreie Wohnungen für Senioren entstehen. Die Rede ist von einem zweistelligen Millioneninvest des Bauträgers M-Projekt aus Bremen.

Das vorgesehene Gebäude setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen und soll 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen (35 bis 65 Quadratmeter groß) umfassen. Die Pläne wurden am Mittwochabend, 26. Mai, den Mitgliedern des Hankensbütteler Bauausschusses vorgestellt – mit einer Präsentation und einem 3D-Modell. Die Wohnungen sollen nur zu mieten und nicht zu kaufen sein. Der genaue jeweilige Mietpreis steht noch nicht fest, er soll sich aber an der Ortslage orientieren und nicht hochpreisig sein. In der Küche soll frisch gekocht werden, es wird zudem etwa einen Gemeinschaftsraum und eine Dachterrasse geben.

Die Fenster bekommen Schallschutz. Die Erschließung per Stichstraße und mit ausreichend Parkplätzen soll nach entsprechenden Anregungen aus dem Ausschuss separat über die Schmiedestraße geplant werden. Auf der Oerreler Straße liege zu viel Verkehr und dort verläuft ein Radweg. Die bestehende Zufahrt zur Kälte- und Klimatechnik soll nicht zugleich für die Seniorenwohnen-Anlage genutzt werden, das hatte sich Carsten Kuttner ausbedungen.

Parallel mit Vorhaben in Wittingen

In Wittingen gibt es bekanntlich seitens eines Investors Interesse an der neben dem ehemaligen OHE-Gebäude liegenden Fläche am Kleinbahnhof sowie an dem Grundstück, auf dem die marode Immobilie steht. Die Überlegungen haben den Bau eines Senioren-Pflegeheims zum Ziel. Wie am Mittwoch, 26. Mai, im Ausschuss offenbart wurde, handelt es sich dabei ebenfalls um M-Projekt: Das Konzept – Wohnen in Hankensbüttel, Pflegeheim in Wittingen – solle letzten Endes parallel umgesetzt werden. In Wittingen steht man mit den Planungen allerdings noch am Anfang.

Daher soll erst in Hankensbüttel in einem Rutsch gebaut werden und danach sollen in Wittingen die Bauarbeiten starten. Dies habe den Vorteil, dass sich die Standorte ergänzen, in Wittingen gebe es zudem das Krankenhaus. Diese Kombination werde gut klappen, wenn das Ganze aus einer Betreibergruppe komme. Vom reinen Seniorenwohnen in Hankensbüttel könnten die Bewohner dann, wenn es nicht mehr anders geht, nach Wittingen ins Senioren-Pflegeheim hinüberwechseln.

A propos Betreiber: M-Projekt wird sich jeweils „nur“ um den Bau kümmern. Der Betreiber wird das fertige Gebäude übernehmen und letztlich Eigentümer werden – wenn auch nicht sofort. Wer Betreiber werden wird, ist noch unklar. Die Gespräche laufen noch. Die Rede ist von einem Pflegedienst aus Hannover mit Stützpunkt in Wittingen, der sich auch für den Betrieb des Senioren-Pflegeheims interessiert. Vielleicht kommen in Hankensbüttel auch noch andere Pflegedienste aus dem Ort mit ins Boot, war am Mittwoch zu hören.

In der Lokalpolitik wurde das Vorhaben bei der Sitzung begrüßt und bei einer Enthaltung empfohlen. Bürgermeister Dirk Köllner sagte, dass die Nachfrage im Ort wachsen werde. Auch die bestehende Anlage im Ort sei schon gut ausgelastet, daher werde dieser durch das Projekt keine Konkurrenz erwachsen. „Das kann daher für die Bevölkerung nur gut sein.“ Einkaufsmöglichkeiten für die zukünftigen Bewohner seien nahebei.

Fußwege zu den Parkplätzen, zum E-Center und zur Straße hin sind geplant. Die Feinplanung für die Außenanlage folgt aber erst noch.

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