Hankensbütteler Verkehrsausschuss diskutiert über Versetzung des Schildes an der Schulstraße

Wo ist ein Halteverbot sinnvoll?

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Ein Vater eines Kindergartenkindes hat im Verkehrsausschuss die Versetzung des absoluten Halteverbotes an der Einmündung Mühlenstraße/Schulstraße beantragt, damit er auf dem Parkstreifen parken und die Kinder aussteigen lassen kann.

Hankensbüttel. Soll das absolute Halteverbot an der Schulstraße in Hankensbüttel wieder aufgehoben werden?

Ein Vater eines Kindes, das den Kindergarten in der Kulturscheune besucht, beantragte kürzlich im Verkehrsausschuss der Gemeinde die Versetzung des zeitlich begrenzten Halteverbotes von der Einmündung Schulstraße/Mühlenstraße auf die Höhe der Fahrschule Ackermann, um auf dem Parkstreifen parken und die Kinder aussteigen lassen zu können. Begründen tut er dies zudem durch massive Parkplatzprobleme, die durch den Bau des neuen Kindergartens zu erwarten wären.

Ausschussvorsitzender Hinrich Schulze (CDU) gab an, dass er sich die Situation gemeinsam mit dem Bürger noch einmal vor Ort angeschaut habe, könne die Argumentation des Vaters aber nicht recht nachvollziehen: „Wenn das Schild versetzt wird, kann auf beiden Seiten zu jeder Zeit geparkt werden.“ Denn bergab, wo der Kindergarten geplant ist, sei keine Parkregelung vorgesehen. Nur oberhalb des Neubaus vor der Schule und der Kulturscheune ist ebenfalls ein entsprechendes Halteverbot angebracht. Zudem sei der jetzige Zustand „hasenrein“, erklärte Schulze. Die Polizei habe die Verkehrsregelungen geprüft. Würde man nun das Schild versetzten, sei die Frage: „Wer kommt wie durch?“

Thomas Sordel (SPD) hingegen kritisierte, dass derzeit niemand rechts unten am Berg parke, weil die Busse die Schulstraße nur von oben her befahren und jeder wisse, dass dies eine gefährliche Situation mit sich bringe. „Das Parken wäre zwar eine Möglichkeit, aber wenn sich die Eltern das angewöhnen, wird der Busverkehr eine heikle Situation. Ich kann da die Bedenken des Vaters nachvollziehen“, nimmt er Stellung.

Peter Dietz (Grüne) gab zu bedenken, dass das Halteverbot erst vor Kurzem eingerichtet wurde. Nun müsse man neue Erfahrungswerte und Erkenntnisse sammeln, um dann noch einmal die Situation zu überdenken. Zudem gehe der Antrag nur von einem einzigen Bürger aus. Vor zwei Jahren seien sämtliche Elternvertreter der Grundschule auf den Rat zugekommen, die das Parken vor der Schule für zu gefährlich hielten. Seit dem befinde sich da auch das eingeschränkte Halteverbot.

Das sieht auch Dirk Köllner so: „Wir können die Meinung eines Einzelnen nicht als Grundlage nehmen ständig Entscheidungen zu treffen. Wenn der Kindergarten oder die Eltern gesamt ein Problem sehen, können sie gerne an uns herantreten.“

Dem gegenüber gab Sordel (SPD) zu bedenken, dass derzeit nur eine kleine Gruppe des Kindergartens in der Kulturscheune untergebracht sei. „Die meisten Kinder sind auf der anderen Seite. Die Eltern parken den ganzen Fillerberg zu. Deswegen ist da vermutlich noch nicht der große Zuspruch.“ Zudem werde die neue Kita fünf Gruppen beherbergen. Das bedeute 125 Kinder, die von rund 125 Fahrzeugen abgeholt werden. „Wir sollten uns verkehrstechnisch ernsthaft Gedanken darüber machen. Für mich ist das eine ganz böse Ecke.“ Der Antrag des Vaters sollte deswegen besonders als Denkanstoß verstanden werden.

Schulze (CDU) blieb bei seiner Meinung, das Schild erst einmal nicht zu versetzen, denn nach Baubeginn der Kita stünde das Thema durch den Baustellenverkehr wieder auf der Tagesordnung und ein weiteres Mal, wenn der Kindergarten in Betrieb gehe. In dem Sinne wurde der Antrag des Vaters einstimmig abgelehnt.

Von Ann-Cathrin Brey

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