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Haltestelle zum Ausstieg

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Haltestelle zum Atomausstieg: Steffi Schlensog zeigte das Symbol der Mitfahrgelegenheit am Ostermontag. © Foto: Peter

Hankensbüttel - Von Sabine Peter. Der Protest gegen die Atomenergie und die Forderung nach dem Ausstieg scheint im Isenhagener Land nicht an Intensität zu verlieren. Zur vorerst letzten Mahnwache trafen sich am Montagabend wieder zahlreiche Menschen im Hankensbütteler Ortskern, um ein friedliches Zeichen zu setzen. Zu Gast war dieses Mal Steffi Schlensog von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, die für den Tschernobyl25-Aktionstag arbeitet.

Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986 und jährt sich damit in diesem Jahr zum 25. Mal. An neun Reaktor-Standorten und drei weiteren Atom-Standorten in Deutschland werden am Ostermontag große Aktionen zeitgleich stattfinden.

Wer sich über den Aktionstag informieren möchte, kann sich auf die Internetseite www.tschernobyl25.de klicken. „Eine Region macht sich auf den Weg“ ist das Motto des Aktionstages am Ostermontag, deren Teilnehmer für einen bundesweiten Atomausstieg kämpfen wollen.

Vor dem Schacht Konrad in Salzgitter – der nächste Standort für die Menschen im Isenhagener Land – wird es am Ostermontag um 14 Uhr eine Familienkundgebung geben. Auf der Industriestraße Nord bei Schacht Konrad soll es neben der Kundgebung auch diverse Infostände, Musik und viel Raum für eigene Aktivitäten der Teilnehmer geben. Darüber hinaus sind Beiträge unter anderem von Jürgen Hirschfeld vom Niedersächsischen Landvolk, Helmut Jäger aus dem Bundesvorstand des Verbandes Erneuerbarer Energien und Hartmut Tölle, DGB Bezirksvorsitzender Niedersachen-Bremen-Sachen-Anhalt, geplant.

Anmeldungen von Haltestellen für Mitfahrgelegenheiten zum Schacht Konrad können unter haltestellen@tschernobyl25.de getätigt werden, bereits vorhandene Mitfahrgelegenheiten sind im Internet unter www.bs-land.tschernobyl25.de einsehbar.

„Der tödliche Gau ist jederzeit möglich“, sagte Schlensog. Weltweit gebe es keine Lösung für den unaufhörbar strahlenden Atommüll. Anlässlich des Aktionstages am Ostermontag wird bundesweit zum sofortigen Ausstieg aufgerufen. Schlensog macht aber auch deutlich: „Demokratie kostet Geld.“ Die Veranstalter seien daher auf Spenden angewiesen.

Die SPD Hankensbüttel organisiert ebenfalls Fahrgemeinschaften nach Salzgitter über www.spd-hankensbuettel.de oder Facebook.

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