1. az-online.de
  2. Isenhagener Land
  3. Hankensbüttel

„Hallo Zukunft“: Erfolgreicher Azubitag in Hankensbüttel

Erstellt:

Von: Siegfried Glasow

Kommentare

Bei TT-Motorräder in Emmen freute man sich über Interesse an einer Ausbildung zum Zweirad-Mechatroniker.
Bei TT-Motorräder in Emmen freute man sich über Interesse an einer Ausbildung zum Zweirad-Mechatroniker. © Glasow, Siegfried

Samtgemeinde Hankensbüttel – Einmal mehr standen am Sonnabend, 24. September, in der Samtgemeinde Hankensbüttel die Jugendlichen und ihre berufliche Zukunft im Mittelpunkt. Im Angebot von „Hallo Zukunft“ standen authentische Einblicke in über 70 Ausbildungsberufe und duale Studiengänge. Dafür öffneten 33 Ausbildungsbetriebe aus unterschiedlichsten Branchen ihre Geschäftsräume und Werkstätten.

Lokale Unternehmen stellen sich vor

Ein besonderes Highlight waren die lebendigen Werkstätten und Mitmachaktionen. Jeder Ausbilder ermöglicht hier interessante Einblicke in seine spezifische Arbeitswelt. Bei hk-Automotive in Hankensbüttel konnten die Jugendlichen ihre eigene Kunststoffbox kreieren und zusehen, wie diese gefertigt wird. Aber auch eine Führung durch den ganzen Betrieb lohnte sich. Wer wollte, konnte sich anschließend bei Personalchefin Katja Herz über die Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Chefin und Initiatorin der Aktion Aline Henke konnte hier auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Mareike Wulf aus dem Ausschuss Arbeit und Soziales, sowie die beiden Landtagskandidatinnen Lena-Sophie Laue (CDU) und Kirsikka Lansmann (SPD) begrüßen, die sich über die Arbeit von „Hallo Zukunft“ informierten. Wulf zeigte sich so begeistert von der Aktion, dass sie die Ergebnisse direkt mit nach Berlin nehmen wollte. Henke, ehemalige IHK-Präsidentin, wies aber auch auf die Schwierigkeiten des Betriebes während der Energiekrise hin. Von bisher 70 000 Euro soll sie in Zukunft 310 000 Euro für das benötigte Gas im Betrieb zahlen. Ohne entsprechende Fördermittel werde es schwer sein, den Betrieb aufrecht zu erhalten und weiterhin erfolgreich auszubilden.

Erstmalig war auch der Landkreis Gifhorn mit seinen vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten präsent. Dazu stand eigens Personal für eine fachgerechte Beratung und eine Broschüre zur weiteren Information zur Verfügung. „Auch hier war das Interesse nach einer Ausbildung im öffentlichen Dienst groß“, so Ansprechpartnerin Ellen Hoffmann aus der Personalabteilung. Daneben war ein Informationsstand der Agentur für Arbeit aufgestellt. Hier informierten die Mitarbeiter über weitere Ausbildungsmöglichkeiten.

Großes Interesse herrschte auch bei Schmidt Landmaschinen in Steimke, denn die moderne Landtechnik als Mechatroniker für Land- und Baumaschinen fasziniert junge Menschen, die sich der Landwirtschaft verschrieben haben und eventuell mal den Familienbetrieb übernehmen wollen. „Handwerk hat goldenen Boden“ hieß es beim Baugeschäft Jakob Reihl in Steimke. Es ist heute schon schwieriger geworden, junge Leute für den Beruf des Maurers zu begeistern, aber ist es ein Beruf, der auch in 100 Jahren noch gebraucht wird, auch wenn sich die Technik zum Bau der Häuser in Fertigbauweise gewaltig verändert hat. Auch hier war das Interesse vorhanden, den Beruf zu erlernen.

Förmlich überrannt von Frauen wurde der Betrieb von Thomas Klasing in Emmen gleich zu Beginn der Veranstaltung. Klasing: „Die jungen Leute, überwiegend Frauen, interessierten sich für den Beruf des Zweirad-Mechatronikers oder Kraftfahrzeugmechatronikers, waren aber auch von den vielen Quads und Motorrädern auf dem Hof begeistert. Wer sich für solch einen Beruf interessiert, muss Benzin im Blut haben.“ In den Werkstätten könne man dann das nötige Know How erlernen.

Zusätzlich konnten sich alle Interessierten im Internet auf www.hallozukunft.jetzt über die verschiedenen Angebote informieren.

Viel Logistik für großes Ausbildungsangebot

Drei kostenlose Zubringerbusse starteten in Gifhorn, Lachendorf und Rühen und hielten an etwa 40 Haltestellen. Vor Ort fuhren ebenfalls kostenlose Busse und sorgten so für eine gute Verbindung zu den Ausbildungsbetrieben. Sich das komplette Angebot anzusehen, war jedoch schier unmöglich.

Auch interessant

Kommentare