„Haben viele treue Kunden“

Martin Nagel ist treuer Blutspender in Hankensbüttel und bereits zum 45. Mal dabei.

Hankensbüttel - Von Jennifer Dolezych. Ein kleiner Pieks kann Leben retten! Blutspenden ist für viele Menschen selbstverständlich. Etwas Gutes zu tun für andere und auch für sich selbst, steht dabei im Vordergrund. Auch in Hankensbüttel gibt es feste Termine. 1957 wurde zum ersten Mal im Luftkurort gespendet. Doch die Zahlen der Blutspender sind rückläufig.

„In den vergangenen Jahren sind die Zahlen zurückgegangen. Vor allem in der Gruppe der 18- bis 40-Jährigen fehlen Spender. Dabei wird durch den Fortschritt der Medizin immer mehr Blut benötigt“, erläutert Mirko Schunke, Gebietsreferent des Blutspendedienstes des DRK.

Während früher das Blut größtenteils zur Rettung von Unfallopfern verwendet wurde, werden heutzutage viele Blutkonserven für die Behandlung von Krebspatienten gebraucht. „Wenn kein Blut da ist, können geplante OPs nicht durchgeführt, sondern nur Notfälle behandelt werden“, erklärt Schunke bei der Blutspende in Hankensbüttel den Ernst der Lage.

900 000 Menschen spenden pro Jahr in Niedersachsen und Bremen Blut. In Hankensbüttel sind es jährlich 800 bis 900 Blutspender. Obwohl der Trend rückläufig ist, gibt es doch auch zahlreiche Stammkunden, die regelmäßig ihr Blut zur Rettung anderer spenden. „Wir haben viele treue Kunden, die sogar bei Schnee und Eis kommen“, berichtet Hannelore Speitling vom DRK-Ortsverband Hankensbüttel, die die Blutspenden gemeinsam mit ihren Kolleginnen in den Räumlichkeiten des Gymnasiums durchführt.

Nach der Fußball-Weltmeisterschaft und der großen Hitzewelle herrscht momentan das perfekte Wetter zum Blutspenden. Grund genug, am vergangenen Sonntag ein kleines Grillfest im Rahmen der Blutspende zu organisieren. „Das Blutspenden bekommt mir sehr gut. Man hilft nicht nur damit, sondern fühlt sich selbst danach auch besser. Ich komme regelmäßig her, die Betreuung ist hervorragend“, sagt der 55-jährige Martin Nagel, der am Sonntag seine 45. Blutspende tätigte.

Ursula Möller (57 Jahre) ist ebenfalls eine treue Kundin und spendete bereits zum 101. Mal. „Dass man sich nach der Spende besser fühlt, liegt daran, dass das alte Blut aus dem Körper herausgeholt wird und sich sehr schnell neues bildet, das frischen Sauerstoff enthält. Man wird dadurch leistungsfähiger“, erklärt Mirko Schunke. Nach jeder Spende wartet auf die Kunden ein kleiner Imbiss, und nach jeder fünften Spende ein Gutschein für hiesige Geschäfte. Blutspenden lohnt sich also in vielerlei Hinsicht!

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